Agenten lauern Diplomaten in Brüssel auf

  09 Februar 2019    Gelesen: 395
Agenten lauern Diplomaten in Brüssel auf

Spione fremder Mächte verfolgen europäische Diplomaten in Brüssel auf Schritt und Tritt. Der Sicherheitsdienst des Auswärtigen Dienstes warnt vor Ausspähversuchen und klassischen Abhöraktionen. Besonders im Blick: Zwei Lokale im Stadtzentrum.

Das Interesse ausländischer Geheimdienste an Informationen aus Brüssel sind immens: Als Sitz von EU-Kommission, Nato und der Spitzendiplomatie werden hier alle heiklen und brisanten Themen der europäischen Außenpolitik besprochen. In Zeiten von digitalen Hackerangriffen und Datenschnüfflern im Internet setzen die Nachrichtendienste fremder Mächte dabei offenbar weiter auf Agenten aus Fleisch und Blut.

Der interne Sicherheitsdienst des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) in Brüssel warnte europäische Diplomaten und Militärs eindringlich vor der Spionage durch russische und chinesische Nachrichtendienste, wie die "Welt" unter Berufung auf EU-Diplomaten berichtete.

Nach Angaben des Sicherheitsdienstes befänden sich "rund 250 chinesische und 200 russische Spione in der europäischen Hauptstadt". Die Diplomaten wurden nach eigenen Angaben auch vor bestimmten Lokalen im EU-Viertel gewarnt, darunter ein beliebtes Steakhouse und ein Café in unmittelbarer Fußnähe zum Hauptgebäude der Europäischen Kommission und zum Dienstgebäude des EAD (European External Action Service, EEAS) am Robert-Schuman-Platz rund 2,3 Kilometer östlich des Stadtzentrums.

Laut Angaben des Sicherheitsdienstes waren in früheren Zeiten vor allem russische Agenten in der EU-Hauptstadt vertreten. Konkrete Zahlen wurden in diesem Zusammenhang nicht genannt. Die chinesischen und russischen Geheimdienstler arbeiten in Brüssel laut internem Sicherheitsdienst vor allem an den Botschaften oder in den Handelsvertretungen ihrer Heimatländer, berichtete die Zeitung. Über die Zahl der Agenten aus anderen außereuropäischen Ländern wie etwa die USA gab es keine Angaben.

Quelle: n-tv.de


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