Reform der Waffengesetze in zehn Tagen

  18 März 2019    Gelesen: 484
Reform der Waffengesetze in zehn Tagen

Die Regierung von Neuseeland hat sich grundsätzlich auf eine Verschärfung der Waffengesetze verständigt.

Die Details sollen innerhalb der nächsten zehn Tage ausgearbeitet werden, wie Premierministerin Ardern mitteilte. Sie kündigte außerdem eine Untersuchung des Geheimdienstes an. Am Freitag waren bei einem rassistischen Angriff auf zwei Moscheen in Christchurch 50 Menschen getötet worden. Ein 28-jähriger rechtsextremer Australier wurde wegen Mordes angeklagt. Er war den Behörden vor der Tat nicht aufgefallen. Es sind Vorwürfe laut geworden, dass der Geheimdienst sich zu sehr darauf konzentriert habe, mögliche Sicherheitsrisiken innerhalb der muslimischen Gemeinde aufzudecken, und so Gefahren durch Rechtsextremisten vernachlässigt worden seien.

Heute sollen in Christchurch die Beisetzungen der Opfer beginnen. 

Einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP zufolge ist ein 18-Jähriger in Neuseeland angeklagt worden, weil er das Live-Video des Anschlags verbreitet haben soll. Ihm wird außerdem vorgeworfen, ein Foto der Moschee mit dem Satz „Ziel erreicht“ veröffentlicht zu haben. Laut Staatsanwalt drohen ihm bis zu 14 Jahre Haft pro Anklagepunkt.


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