Vater von 49 Kindern: Arzt befruchtete insgeheim Patientinnen mit eigenem Sperma

  17 April 2019    Gelesen: 476
Vater von 49 Kindern: Arzt befruchtete insgeheim Patientinnen mit eigenem Sperma

Der frühere Direktor einer Samenbank in den Niederlanden, Jan Karbaat, ist als Vater von mindestens 49 Kindern anerkannt worden. Davon zeugen die Ergebnisse eines DNA-Tests, den die potenziellen Kinder vor Gericht erwirkten. Darüber schreibt die Agentur AP am Mittwoch.

Demnach hatte der Arzt insgeheim sein eigenes Sperma benutzt, um Patientinnen zu schwängern, in manchen Fällen gegen ihre Willen. 

Wie der 39jährige Joey Hoofdman, einer der biologischen Söhne des Arztes, behauptete, habe seine Mutter dem Arzt das Sperma ihres Partners gegeben. Der Arzt soll es aber insgeheim durch sein eigenes ersetzt haben.     

Expertenschätzungen zufolge könne der Arzt bis zu 200 leibliche Kinder haben. Immer mehr Menschen wenden sich an die Kinderrechte-Organisation „Defence for Children“ mit der Bitte, einen Vaterschaftstest durchzuführen. Sie vermuten, dass Jan Karbaat ihr leiblicher Vater gewesen sein könne. Einige, darunter auch Joey Hoofdman, wollen auf  Entschädigungszahlungen bestehen.

Im Mai 2017 war bekannt geworden, dass der im Alter von 89 Jahren verstorbene Fruchtbarkeitsarzt vermutlich der Vater von zahlreichen Kindern ist, die nach einer künstlichen Befruchtung geboren wurden.

Das kam bei einem DNA-Abgleich heraus, für das ein eheliches Kind von Karbaat freiwillig seine DNA zur Verfügung gestellt hatte.

Karbaat selbst soll die Vorwürfe bis zu seinem Tod bestritten haben. Seine Klinik bei Rotterdam wurde im Jahr 2007 wegen einer beträchtlichen Anzahl von Missbräuchen geschlossen. Im Jahr 2017 starb der Arzt im Alter von 89 Jahren.

sputniknews


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