Airbus-Jet gelingt spektakuläre Notlandung in Maisfeld

  15 Auqust 2019    Gelesen: 494
 Airbus-Jet gelingt spektakuläre Notlandung in Maisfeld

In einem Flugzeug von Ural Airlines, das von Moskau in die Ukraine fliegen wollte, fielen kurz nach dem Start beide Triebwerke aus. Bei der Landung gelang der Crew eine Meisterleistung. Der Vorgang erinnert an die Notwasserung im Hudson River.

 

Spektakuläre Notlandung eines voll besetzten Airbus-Flugzeugs: Kurz nach dem Start einer A321 vom Moskauer Flughafen Schukowski fielen beide Triebwerke aus, und die Piloten steuerten ein nahe gelegenes Maisfeld als Notlandeplatz an.

Die Maschine der Fluggesellschaft Ural Airlines hatte 233 Menschen an Bord, davon waren 226 Passagiere, die Crew bestand aus sieben Mitgliedern. Das Flugzeug war beim Start in einen Vogelschwarm geraten und erreichte wegen der Triebwerksprobleme nur eine Flughöhe von gut 200 Metern. Der Crew gelang dann die Meisterleistung der glimpflichen Landung auf dem Acker.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kursieren Videos, die die Notlandung zeigen sollen.

Die Passagiere konnten dort über Notrutschen aus der Maschine klettern. Das Flugzeug fing trotz gefüllter Treibstofftanks zum Glück nicht an zu brennen. Bei dem Vorfall am Donnerstagmorgen seien etwa zehn Menschen leicht verletzt worden, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf die Behörden. Später war sogar von 23 Verletzten die Rede.

Die Verletzten, darunter mehrere Kinder, hätten Prellungen und Hautabschürfungen erlitten. Die meisten Passagiere seien ambulant behandelt worden, nur eine 69 Jahre alte Frau sei im Krankenhaus geblieben. An dem gut 15 Jahre alten Flugzeug, das von Moskau zum Flugplatz Simferopol in der Ukraine fliegen sollte, wurden die Tragflächen schwer beschädigt und das rechte Triebwerk abgerissen.

In sozialen Netzwerken dankten viele Passagiere den Piloten. Sie hätten 226 Menschen das Leben gerettet, hieß es. Die Agentur Ria Nowosti zitierte einen Fluggast mit den Worten: „Ich hielt mein Kreuz fest, jetzt glaube ich definitiv an Gott.“ Nach Angaben der Behörde konnten dank dem professionellen Handeln der Piloten schwere Verletzungen verhindert werden. Die Piloten hätten genau das getan, was ihnen beigebracht worden sei, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft zu Interfax.

Anfang Mai waren bei einer Flugzeugkatastrophe in Moskau 41 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine war auf ihrem Weg nach Murmansk im Norden des Landes kurz nach dem Start wegen technischer Probleme zum Moskauer Flughafen Scheremetjewo zurückgekehrt. Beim Landeanflug prallte der Suchoi Superjet-100 mehrfach auf den Boden und ging in Flammen auf. 37 Menschen konnten sich retten.

Die glimpfliche Notlandung des Airbus auf dem Maisfeld bei Moskau erinnert an die Notlandung eines Airbus A320 von US-Airways vor gut zehn Jahren im Hudson River bei New York. Auch damals fielen beide Triebwerke aus, weil die Maschine in etwa ein Kilometer Höhe in einen Schwarm von Kanadagänsen geraten war.

Nach einem Gleitflug gelang dem Piloten Chesley B. Sullenberger dann die Landung auf dem Wasser. Bei dem Unfall nahe Moskau soll es sich um einen Schwarm Möwen gehandelt haben, der zum Ausfall der Triebwerke führte.

Quelle : welt.de


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