Wegen S-400-Kauf: Washington zieht Patriot-Angebot für Ankara zurück

  23 Auqust 2019    Gelesen: 415
  Wegen S-400-Kauf: Washington zieht Patriot-Angebot für Ankara zurück

Die US-Regierung hat ihr Angebot an die Türkei, Flugabwehrraketensysteme vom Typ Patriot aus eigener Produktion als Alternative zu den russischen S-400-Raketenabwehrsystemen zu verkaufen, formell zurückgezogen. Dies teilt der Sender CNN unter Berufung auf einen Vertreter des US-Außenministeriums mit.

„Wir haben der Türkei mehrfach mitgeteilt, dass unser aktuelles Patriot-Angebot zurückgezogen wird, sollten die S-400-Systeme ausgeliefert werden. Unser Patriot-Angebot ist abgelaufen“, zitiert CNN den Vertreter des Ministeriums. 

S-400-Erwerb durch Ankara

Der Kauf der neuesten russischen S-400-Flugabwehrsysteme durch die Türkei löste einen Skandal zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten aus: Washington forderte, den Deal aufzugeben und stattdessen US-amerikanische Patriot-Systeme zu erwerben. Im Dezember 2018 hatte das US-Außenministerium den Verkauf dieser Komplexe an Ankara mit einem Gesamtwert in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar genehmigt.

Dabei schloss Washington die Möglichkeit nicht aus, den Verkauf von neuesten F-35-Kampjets an Ankara zu verzögern oder sogar abzusagen. Jedoch weigerte sich die Türkei, Zugeständnisse zu machen.
Die Lieferung von russischen S-400-Systemen in die Türkei begann am 15. Juli. Danach bezeichnete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan diese als das leistungsstärkste Luftabwehrsystem der Welt.

Russland und die Türkei hatten im Jahr 2017 einen über 2,5 Milliarden Dollar schweren Vertrag unterzeichnet. Ankara wird das Geschäft teils selbst bezahlen, der andere Teil soll durch einen russischen Kredit gedeckt werden.

sputniknews


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