Zahl der staatlich unterstützten Asylbewerber sinkt erneut

  16 September 2019    Gelesen: 290
Zahl der staatlich unterstützten Asylbewerber sinkt erneut

Rund 411.000 Asylbewerber bezogen im vergangenen Jahr staatliche Leistungen. Das ist ein Rückgang um 12 Prozent im Vergleich zu 2017.

Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen hat sich im vergangenen Jahr deutlich reduziert. Insgesamt bezogen Ende 2018 rund 411.000 Asylbewerber diese staatlichen Leistungen, 58.000 oder zwölf Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nach dem Höchststand im Jahr 2015 mit fast einer Million Bezieher habe sich die Zahl der Leistungsempfänger damit das dritte Jahr in Folge verringert.

Noch etwas stärker reduzierten sich mit einem Minus von 17 Prozent die staatlichen Bruttoausgaben für die Leistungen: Sie sanken auf 4,9 Milliarden Euro. Weil außerdem 205 Millionen Euro bereits gewährter Hilfen wieder zurückflossen, hatte der Staat Nettoausgaben von knapp 4,7 Milliarden Euro.

Leistungsberechtigt sind Ausländer, die sich in Deutschland aufhalten und die Voraussetzungen des Asylbewerberleistungsgesetzes erfüllen. Nicht zu dieser Gruppe zählen Asylbewerber, die bereits anerkannt sind. Auch Ausländer, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft erhalten haben, entfallen nicht auf diese Statistik.

Unter den Leistungsempfängern waren den Angaben zufolge knapp zwei Drittel (64 Prozent) Männer. Gut die Hälfte der Empfänger (220.000) stammt aus Asien, Afghanen hatten in dieser Gruppe mit 63.000 Berechtigten gefolgt von Irakern mit 43.000 Leistungsempfängern und Syrern (23.000) den größten Anteil. Aus Afrika stammten 96.000 Bezieher, aus Europa 83.000.

sputniknews


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