Klimaschutzaktivisten von der Polizei weggetragen

  08 Oktober 2019    Gelesen: 437
Klimaschutzaktivisten von der Polizei weggetragen

Die Polizei in Berlin hat heute früh die Räumung des Potsdamer Platzes fortgesetzt.

Klima-Aktivisten der globalen Bewegung „Extinction Rebellion“ hatten dort die ganze Nacht ausgeharrt und ihre Verkehrsblockaden fortgesetzt. Eine Sprecherin der Polizei sagte, die meisten Demonstranten seien freiwillig der Aufforderung nachgekommen, den Platz zu verlassen. Einige Personen seien aber auch weggetragen worden. Ein dpa-Reporter berichtet, mehrere Beamte hätten die Demonstrierenden mit Zangen von Ketten befreit und aufgefordert, die errichteten Holzhäuser abzubauen. An der Siegessäule ist die Polizei mit den Verantwortlichen im Gespräch, um die Blockade-Aktion ebenfalls zu beenden.

Proteste auch in Australien

Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in der Welt auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Protestaktionen hatte es heute auch in Australien gegeben, wo die Demonstranten mehrere Straßen und Kreuzungen besetzt hielten. Angekündigt sind Aktionen noch für die ganze Woche.

Stegner (SPD): Klimaschutzziele müssen erreicht werden

In Berlin geht die Diskussion um das Klimapaket der Bundesregierung weiter. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Stegner erwartet, dass die mit der Union vereinbarten Klimaziele im geplanten Gesetz verbindlich festgeschrieben werden. Die SPD werde zudem Sorge dafür tragen, dass die Umsetzung sozialverträglich erfolge, sagte Stegner im Deutschlandfunk.

Er wies Vorwürfe zurück, die Koalition bleibe hinter ihren eigenen Klimaschutzzielen zurück. Kernelement sei der von der SPD eingebrachte Kontrollmechanismus, betonte Stegner. Sollte der Regierungsentwurf in dieser Frage zu schwach ausfallen, müsse nachgesteuert werden. Die Große Koalition habe nur dann eine Zukunft, wenn sie ein wirksames Klimaschutzpaket verabschiede. Andernfalls könne man nicht in der Koalition bleiben, betonte Stegner.

deutschlandfunk


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