FBI stuft Angriff auf texanischer Militärbasis als "terroristisch" ein

  22 Mai 2020    Gelesen: 679
  FBI stuft Angriff auf texanischer Militärbasis als "terroristisch" ein

Nach einem erneuten Schusswaffenangriff auf einer Militärbasis in den USA geht die Bundespolizei FBI davon aus, dass die Tat einen extremistischen Hintergrund hatte.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen zu dem Vorfall im texanischen Corpus Christi sei der Schluss gezogen worden, dass der Vorfall "im Bezug zum Terrorismus" stehe, sagte am Donnerstag eine FBI-Sprecherin.

Von welcher Art der "terroristische" Hintergrund sein könnte, erläuterte sie nicht. Im Zuge der Ermittlungen werde nach einem zweiten Verdächtigen gesucht. Der Schütze selbst war bei dem Angriff unter zunächst unklaren Umständen zu Tode gekommen. Bei seinem Angriff verletzte er einen Soldaten leicht.
Bereits im Dezember hatte ein Angreifer auf einer Militärbasis im US-Bundesstaat Florida um sich geschossen und drei US-Militärs getötet sowie acht weitere Menschen verletzt. Bei dem damaligen Täter handelte es sich um einen saudiarabischen Militärschüler.

Zur Identität des jetzigen Angreifers in Corpus Christi machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Der Täter hatte am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) auf dem Marinestützpunkt das Feuer eröffnet. Ob der Schütze von Anderen getötet wurde oder sich selbst das Leben nahm, gab das FBI zunächst nicht bekannt.

In einer vorherigen Mitteilung der US-Armee hatte es noch lediglich geheißen, der Schütze sei "ausgeschaltet" worden. Damit war zuerst noch unklar geblieben, ob der Täter möglicherweise nur verletzt worden war. Der Angreifer hatte sich den Armee-Angaben zufolge einen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften geliefert.

Die Basis wurde abgeriegelt. Auf dem Stützpunkt absolvieren US-Soldaten und ausländische Kollegen Flugtrainings. Zu dem verletzten Soldaten teilte das FBI mit, er befinde sich "in gutem Zustand" und solle noch am Donnerstag (Ortszeit) aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Tat erinnerte an den Schusswaffenangriff im Dezember auf dem Marinefliegerstützpunkt Pensacola in Florida. Der damalige saudiarabische Angreifer war bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden.

Der Attentäter Mohammed Alschamrani gehörte der saudiarabischen Luftwaffe an und hatte sich zum Training auf dem Stützpunkt aufgehalten. Am vergangenen Montag teilte FBI-Direktor Christopher Wray mit, Alschamranis Angriff sei von langer Hand geplant gewesen. Dem Anschlag seien "Jahre der Planung und Vorbereitung" durch das Terrornetzwerk Al-Kaida vorausgegangen. Alschamrani habe lange vor seinem Eintreffen in den USA mit Al-Kaida in Verbindung gestanden.

AFP.com


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