Massaker von Srebrenica: Uno sieht sich mitverantwortlich für Tragödie

  11 Juli 2020    Gelesen: 287
    Massaker von Srebrenica:     Uno sieht sich mitverantwortlich für Tragödie

Zum 25. Jahrestag des Massakers von Srebrenica in Ostbosnien haben die Vereinten Nationen eine Mitverantwortung der internationalen Gemeinschaft für die Tragödie eingeräumt.

„Wir erkennen an, wie die internationale Gemeinschaft und auch unsere eigene Organisation daran scheiterte, diese Tragödie zu verhindern“, sagte Adama Dieng, UN-Sonderberater für die Prävention von Genoziden, am Freitag bei einer virtuellen Sitzung in New York.

„Das Leiden der Opfer endet nie, genauso wenig sollte es unser Respekt für den Anlass des Leids“, so Dieng. Bei dem Massaker in dem ostbosnischen Ort waren vom 11. Juli 1995 an etwa 8000 muslimische Männer und Jungen von serbischen Verbänden ermordet worden. Die im Bosnienkrieg (1992-1995) verübte Gräueltat gilt als der erste Völkermord auf europäischem Boden seit 1945.

„Die Gräueltaten in Srebrenica sind ein besonders dunkles Kapitel der Kriege und Konflikte, die das ehemalige Jugoslawien verändert haben“, sagte der deutsche Staatsminister für Europa beim Bundesminister des Auswärtigen, Michael Roth.

Mit Blick auf den Wunsch der Westbalkanstaaten, der EU beizutreten, erinnerte er an die Bedeutung einer Aussöhnung der Konfliktparteien. „Diejenigen, die mit den Erzählungen der Vergangenheit spielen, haben den Geist der Europäischen Union nicht verstanden“, sagte Roth. „Wir wissen, das wird keine einfache Aufgabe, und um ehrlich zu sein, wird sie nicht ohne Versöhnung beendet werden können.“

sputniknews


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