Hülkenberg ersetzt Corona-infizierten Perez

  31 Juli 2020    Gelesen: 274
  Hülkenberg ersetzt Corona-infizierten Perez

177 Rennen wartet Nico Hülkenberg vergeblich darauf, endlich unter die ersten drei eines Formel-1-Rennens zu fahren. Und eigentlich ist er in der Saison 2020 ohne Cockpit - doch jetzt scheint die Chance auf ein Podium so groß wie nie. Denn der 32-Jährige rückt für den Corona-Infizierten Sergio Perez nach.

Nico Hülkenberg steht vor einem Blitz-Comeback in der Formel 1. Wie Hülkenberg RTL/ntv bestätigte, steigt der 32-Jährige beim Großbritannien-GP in Silverstone (Sonntag ab 14 Uhr live bei RTL und online auf TVNOW, das 1. und 2. Freie Training am Freitag überträgt ntv.de live) für den mit dem Coronavirus infizierten Sergio Perez ins Racing-Point-Cockpit, sofern er selbst negativ auf Covid-19 getestet wird. Das Testergebnis steht noch aus.

Hülkenberg könnte Perez bei Racing Point dann nicht für eines, sondern gleich für zwei Rennen ersetzen. Denn: Der Mexikaner wird nach seiner Infektion und der damit notwendigen Quarantäne auch das zweite Silverstone-Wochenende vom 7. bis 9. August definitiv verpassen. Dann fährt die Königsklasse erneut auf der Traditionsstrecke, auf der 1950 das erste Formel-1-Rennen ausgetragen worden war - es wird der erste Grand Prix, der nicht nach seinem Austragungsort bezeichnet wird, sondern 70 Jahre F1 im Namen trägt.

Für Hülkenberg - ein negatives Testergebnis vorausgesetzt - wäre es eine Rückkehr zu einem ehemaligen Team. Der 177-malige GP-Starter fuhr in der Saison 2012 und von 2014 bis 2016 für Racing Points Vorgänger-Rennstall Force India. Sein Teamkollege in dieser Zeit: Sergio Perez. Hülkenberg wechselte anschließend zu Renault, das französische Werksteam blieb allerdings seit seinem Wiedereinstieg hinter den Erwartungen zurück.

Dem Deutschen winkt daher etwas, das er in den vergangenen Jahren nur ganz selten hatte: ein absolut konkurrenzfähiges Auto. Racing Point hat mit seiner Silberpfeil-Kopie ein überraschend starkes Paket, mischt dieses Jahr vorne mit und überraschte vor zwei Wochen in Ungarn im Qualifying mit den Plätzen drei (für Lance Stroll) und vier (Perez).

So könnte Hülkenberg im Home of British Motor Racing endlich schaffen, was ihm in 177 F1-Rennen immer verwehrt geblieben war: ein Platz auf dem Podium. Es wäre eine ganz spezielle Pointe einer ohnehin außergewöhnlichen Saison.

Quelle: ntv.de, tsi/rtl.de


Tags: