Spitzendiplomaten Russlands und der USA erörtern am Mittwoch in Wien das Iran-Atomabkommen

  07 April 2021    Gelesen: 316
Spitzendiplomaten Russlands und der USA erörtern am Mittwoch in Wien das Iran-Atomabkommen

Der Leiter der russischen Delegation bei internationalen Organisationen in Wien, Michail Uljanow, trifft sich an diesem Mittwoch mit dem US-Sondergesandten für den Iran, Robert Malley. Erörtert werde der gemeinsame umfassende Aktionsplan zum Iran (JCPOA/Joint Comprehensive Plan of Action), teilte Uljanow am Dienstag dem TV-Sender Rossija 24 mit.

Uljanow leitet zugleich die Delegation Russlands zu den in Wien gestarteten Verhandlungen über den auch als Iran-Atomabkommen bekannten JCPOA-Plan. Am Dienstag, dem ersten Tag der Gespräche, konnte die Arbeit von zwei Expertengruppen aufgenommen werden – zur Aufhebung der gegen den Iran verhängten Sanktionen und zu Problemen im nuklearen Bereich.
Regelmäßiger Kontakt zu Amerikanern

„Wir unterhalten regelmäßig Kontakt zu den Amerikanern. Für morgen ist mein Treffen mit Herrn Malley geplant, der eine Gruppe US-amerikanischer Unterhändler in Wien leitet“, sagte Uljanow.

Die USA waren unter Präsident Donald Trump einseitig aus dem Atomabkommen ausgestiegen und hatten die Sanktionen gegen die Islamische Republik verhärtet. Die US-Regierung erwartet langwierige Verhandlungen zur Wiederbelebung des Abkommens mit dem Iran.

USA erwarten schwierige Gespräche
„Wir erwarten, dass sie schwierige Abschnitte haben werden“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Dienstag im Weißen Haus mit Blick auf Gespräche in Wien von Spitzendiplomaten der verbliebenen Abkommensparteien.

Am Vortag hatte Russland vor Beginn der neuen internationalen Atomgespräche mit dem Iran auf die Möglichkeit einer Einigung hingewiesen. „Wir müssen nichts Neues erfinden“, sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Im Großen und Ganzen gehe es darum, zu dem 2015 ausgehandelten Atomabkommen zurückzukehren.

„Kann das über Nacht gelingen? Wahrscheinlich ist es möglich, wenn es den politischen Willen dazu gibt.“ Alle Parteien müssten aber aufeinander zugehen, meinte Rjabkow. „Das ist durchaus machbar.“

snanews


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