Deutschland und USA übergeben weitere Mehrfachraketenwerfer

  01 Auqust 2022    Gelesen: 366
  Deutschland und USA übergeben weitere Mehrfachraketenwerfer

Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS scheinen der Ukraine eine Chance im Kampf gegen Russland zu verschaffen. Ab sofort verfügen die ukrainischen Truppen über insgesamt 16 der präzisen Systeme. Auch Deutschland übergibt ein weiteres mobiles Artilleriegeschütz.

Die Ukraine hat für ihren Kampf gegen Russland weitere schwere Waffen aus den USA und Deutschland erhalten. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Olexij Resnikow haben die USA der Ukraine vier weitere HIMARS-Raketensysteme übergeben. Insgesamt kann die Ukraine damit auf 16 der Waffensysteme zurückgreifen, denen ein großer Anteil an der ukrainischen Gegenoffensive im Süden des Landes nachgesagt wird. Außerdem sei ein dritter Mehrfachraketenwerfer vom Typ MARS II aus Deutschland in der Ukraine eingetroffen.

Die HIMARS-Mehrfachraketenwerfer haben eine größere Reichweite und gelten als sehr viel präziser als die noch aus Sowjetzeiten stammende Artillerie der Ukraine und auch als vergleichbare, moderne russische Waffensysteme. Er sei Präsident Joe Biden, Verteidigungsminister Lloyd Austin und dem amerikanischen Volk dankbar, dass sie das ukrainische Militär unterstützten, schreibt Minister Olexij Resnikow auf Twitter. "Wir haben bewiesen, dass wir diese Waffe sinnvoll einsetzen. Der Klang der HIMARS-Salven ist der Sommerhit an der Frontlinie geworden", ergänzt er süffisant.

Zuvor hatte sich Resnikow bereits bei der deutschen Verteidigungsministerin Christine Lambrecht für die Lieferung des dritten MARS-II-Waffensystems bedankt. "Danke, Deutschland", schrieb der Minister auf Twitter. "Unsere Artilleristen salutieren unseren deutschen Partnern."

Präzise und mobil

Zuletzt hatte die Ukraine die Mehrfachraketenwerden vor allem in der besetzten Region Cherson eingesetzt, um die dort stationierten Truppen der russischen Armee von ihren Nachschublinien abzuschneiden und zu isolieren. Berichtet wird von Angriffen auf mindestens drei strategisch wichtige Brücken über den Dnipro und dessen Nebenfluss Inhulez. Außerdem sollen mehrere russische Munitionslager zerstört worden sein. "Russlands 49. Armee ist am westlichen Ufer des Dnipro stationiert und sieht sehr verwundbar aus", hießt es in einem Lagebericht der britischen Geheimdienste. Die Angaben können weder bestätigt noch dementiert werden.

HIMARS steht für High Mobility Artillery Rocket System, also Mobiles Artilleriegeschütz. Die auf LKW montierten Systeme mit einer Beladung von sechs Raketen gelten nicht nur als präzise, sondern auch als mobil. Durch ständige Ortswechsel sollen sie für Gegenangriffe kaum zu fassen sein.

Wie auch beim Mittlere Artillerieraketensystem (MARS) aus Deutschland können die Systeme Flugkörper unterschiedlicher Wirkungsweise verschießen - etwa gelenkte Raketen mit GPS-System oder Minenausstoßraketen zum Sperren von Geländeabschnitten. Die Abschussbatterien mit einer Kampfbeladung von zwölf Raketen sind dabei auf Kettenfahrzeuge montiert, die bis zu 50 Kilometer pro Stunde schnell fahren können.

Quelle: ntv.de, chr/rts


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