Mubariz Ahmadoglu: Interessen hinter dem Angriff auf das Istanbuler Büro von SOCAR

  10 Juni 2024    Gelesen: 682
  Mubariz Ahmadoglu: Interessen hinter dem Angriff auf das Istanbuler Büro von SOCAR

Wem könnte der Angriff auf das SOCAR-Büro in Istanbul etwas angehen? In der Türkei ist die in dieser Hinsicht aktive Kraft nur mit dem Iran verbunden. Sie gehorchen nicht einmal dem Anführer der Schiiten in der Türkei, Salahaddin Ozgunduz. Es ist ihnen egal, ob der vom Iran erteilte Befehl religiöser Natur ist oder nicht.

In der Türkei schwiegen die zum Iran gehörenden Kräfte etwas, sie stellten ihre Aktivitäten ein. Das Büro von SOCAR in der Türkei wurde angegriffen, nachdem es von ADNOC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Anteil von 3 % an zwei Feldern rund um drei Inseln gekauft hatte. Zuvor war auf zwei Medienplattformen in der Türkei ein Anstieg anti-aserbaidschanischer Inhalte zu beobachten.

Niemand außer Teheran bestätigt, dass diese drei Inseln zum Iran gehören. Der letzte Platz gehört China. Trotz der Tatsache, dass der Iran seine Bevölkerung aushungern lässt, Armenien hilft und fast eine Milliarde Dollar ausgibt, um die militärische und politische Sicherheit der Armenier zu gewährleisten, betrachtet selbst Eriwan diese drei Inseln nicht als iranische Inseln.

Bakus Aktivitäten erfolgen nach dem nationalen Konzept „Aserbaidschan ohne Feinde“. Nach diesem Konzept sollte es in unserer Nachbarschaft keine Feinde geben. Der Feind ist nur Armenien, das alles verstanden hat und dazu neigt, im Rahmen der regionalen Integration mit Aserbaidschan zusammenzuarbeiten. Es wird alles Notwendige getan, um Iran zu einem Freund zu machen. In der Nachbarschaft Aserbaidschans wird es keinen Feind namens „Iran“ geben. Das ist eindeutig.

Der Iran betrachtet SOCAR als Aserbaidschans zweite Armee. Die Armenier bezeichneten die Politik vom Präsidenten Ilham Aliyev zur Stärkung der Aserbaidschaner um Armenien herum als „Anakonda-Schleife“. Die Aserbaidschaner in Georgien, Anatolien und im Iran wurden durch die erfolgreiche Politik von Ilham Aliyev sehr ermutigt. Besonders deutlich wird dies am Beispiel der Aserbaidschaner in Georgien. Nach Angaben des Iran umkreist Ilham Aliyev den Iran nun mit der „zweiten Armee“ – SOCAR. Er kaufte ein Bett in den Vereinigten Arabischen Emiraten, vereinbarte die grundlegenden Fragen für den Betrieb von SOCAR auf dem Territorium des Irak und unterzeichnete ein Memorandum. Auch konkrete Verträge werden vorbereitet. Aserbaidschan wird über SOCAR mit irakischen Turkmenen zusammenarbeiten. Der Iran betrachtet SOCAR immer noch als eine „Anakonda-Schleife“ vom Präsidenten Ilham Aliyev. Doch diese Sorge ist unbegründet. Das Beste ist, dass der Iran ein Freund Aserbaidschans wird.

Mubariz Ahmadoglu

Direktor des Zentrums für politische Innovation und Technologie


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