Volvo EX30 Cross Country - passt auch für die Stadt

  26 Februar 2025    Gelesen: 79
  Volvo EX30 Cross Country - passt auch für die Stadt

Volvo lässt beim EX30 die Tradition der Offroad-Version wieder aufleben. Der kleinste elektrische SUV der Schweden fährt auch, wenn die Straße auf gefrorenem Wasser liegt. Allerdings kosten die Offroad-Erweiterungen 2000 Euro Aufpreis.

Die neue Version des elektrischen EX30 nennt Volvo Cross Country. Genauso gut könnte der Zusatz Offroad heißen. Für viele Schweden gehört ein Ferienhaus im Wald oder am See zum Leben dazu. Es liegt häufig abgelegen und ist nur über unbefestigte Wege und im Winter auf geschlossener Schneedecke erreichbar. Da hilft es, wenn das Auto zu diesen Gegebenheiten passt.

Der Volvo EX30 Cross Country bietet zu Preisen ab 57.300 Euro Allradantrieb mit 315 kW/428 PS Nennleistung. In der Front arbeitet ein E-Motor mit 115 kW und an der Hinterachse einer mit 200 kW Leistung. Die Geländereifen mit 18 Zoll Durchmesser sitzen in vergrößerten Radhäusern. Fahrwerk und Chassis sind beim kompakten SUV so angepasst, dass die Bodenfreiheit von 17,1 auf 19 cm wächst. Darüber hinaus erkennt man die Cross Country-Version am gleichnamigen Schriftzug am unteren Heck sowie an beiden C-Säulen. Um den Unterfahrschutz an Front und Heck zu entdecken, muss man schon auf die Knie gehen.

Topografische Linien neben Volvo-Logo

Den Cross Country gibt es in vier Außenlackierungen jeweils mit einem schwarzen Dach. Am auffälligsten ist allerdings die mattschwarze Front. Links und rechts neben dem Volvo-Logo sieht man Linien. Das Muster wirkt zunächst ungeordnet und wirr, bis man weiß, dass es topografische Linien sind. Sie stehen für das schwedische Kebnekaise-Gebirge. Mit 2097 Metern über Meereshöhe ist der gleichnamige Berg die höchste Erhebung Schwedens. Wo genau der Berg in Lappland liegt, erfährt der Betrachter über die eingeprägten Längen- und Breitengrade in der Frontpartie. Nach Aussage des Herstellers ist der Kunststoff in der Front hart, aber auch so flexibel, dass er leichte Stöße wegsteckt.

Die Offroad-Version basiert auf dem Ausstattungspaket Ultra des Volvo EX30. Das umfasst unter anderem ein Glaspanoramadach. Die 69-kWh-Batterie im Boden bietet in der Allradversion normalerweise bis zu 450 km Reichweite. Doch aufgrund der größeren Reifen und 19 Millimeter mehr bei der Höhe, verliert man ein paar Kilometer. Der WLTP-Wert liegt bei 427 km. Nachgeladen wird am Schnelllader mit 153 kW in der Spitze. Von 10 bis 80 Prozent dauert die Ladepause 26 Minuten.

Die Testfahrt unweit des Polarkreises findet ausschließlich auf einem zugefrorenen See statt. Für Schweden ist das nicht ungewöhnlich. Wo im Winter Fährverbindungen eingestellt sind oder Brücken fehlen, fährt man mit dem Auto übers Eis - wenn es dick genug ist. Die Volvo-Ingenieure haben beim Cross Country einige Anpassungen vorgenommen. Die Federung fällt weicher aus und man kann im Menü die Lenkung in drei Stufen verändern. Hinzu kommen eine Bergabfahrhilfe sowie ein Performance-Allradmodus. Dabei arbeiten dauerhaft alle vier Räder, was den Verbrauch erhöht.

Sicherheit geht vor bei Volvo

Der angebotene One-Pedal-Drive bleibt auf dem See deaktiviert. Hier will man keine Bremswirkung, wenn der Fuß vom Beschleunigungspedal geht. Besonders praktisch ist in diesem Fall die Abschaltung der elektronischen Stabilitätskontrolle (ESC Off). Bei den Runden übers Eis möchte man ausnahmsweise das Heck leicht ausbrechen lassen, um mit einer entsprechenden Lenkbewegung den Wagen wieder auf Kurs zu bringen. Wenn das nicht gelingt, spürt man, dass nicht alle Helfer mit ESC Off ausgeschaltet werden. Im Grenzbereich erhält der Fahrer immer Unterstützung. Sicherheit geht eben vor bei Volvo.

Der Innenraum des Einstieg-SUVs wirkt extrem aufgeräumt. Die großen Ablagen im Türbereich und der Mitte sind praktisch für die Wintersachen wie Mützen, Schals und Handschuhe. Ein Handschuhfach sucht man an gewohnter Stelle vergeblich. Es befindet sich in der Mitte und fällt recht klein aus. Ebenfalls in der Mittelkonsole findet man die Fensterheber. Die Dekoreinlagen bestehen aus Flachs. Die grün-grauen Sitzbezüge der Nordica-Ausstattung werden aus Wolle, Pinienöl aus der Region sowie recyceltem Polyester gefertigt. Nach einem Sparziergang übers Eis sorgt die Vorkonditionierung per App für einen gemütlich warmen Innenraum.

Im Kofferraum kann man die Bodenplatte für mehr Volumen tiefer legen oder so einschieben, dass fast eine Ebene mit der Ladekante entsteht. Ein Piktogramm in der Kofferraumklappe mit Maßangaben und Gegenständen dient als visuelle Hilfe, was in den Kofferraum (318 Liter) passt. Piktogramme mögen die Volvo-Designer. In der Front haben sie auf der Innenseite der Frunk-Abdeckung eine Landschaft samt Elch platziert. Unter der Fronthaube findet ein Typ 2-Ladekabel sowie ein Warndreieck Platz. Sollte nicht das gesamte Ausflugs- oder Urlaubsgepäck ins Auto passen, bietet Volvo als Zubehör Dachträger und Dachkorb für den Cross Country an.

Mit dieser Version greift Volvo eine alte Tradition auf. Erst mal gab es 1997 eine Cross-Country-Version des Volvo V70. Mit dem Kombi sollten Familien auch abseits befestigter Straßen ihr Ferienhaus erreichen. Kommt der EX30 Cross Country gut an, dürften von weiteren Volvo-Modellen Offroad-Varianten folgen.

Volvo EX30 Cross Country - technische Daten

Fünftüriger, fünfsitziger Kompakt-SUV

Länge: 4,23 Meter, Breite: 1,84 Meter (mit Außenspiegeln: 2,03 Meter), Höhe: 1,55 Meter, Radstand: 2,65 Meter, Kofferraumvolumen: 318 Liter

E-Antrieb: E-Motor mit 315 kW/428 PS, Drehmoment: 543 Nm, 0-100 km/h: 3,6 s, Vmax: 180 km/h, Verbrauch: 18,7 kWh/100 km, Akkugröße: 69 kWh, Reichweite: 427 km (WLTP), Ladeleistung: 153 kW (DC), 11 kW (AC), Ladedauer: DC: 10-80 Prozent in 26 Minuten, AC: 0-100 Prozent in 8 Std.

Preis: ab 57.300 Euro

Quelle: ntv.de, Dirk Kunde, sp-x


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