„Er hat selbst die Notentriegelung betätigt“, sagte Polizeisprecher Marc Becher. Ob der 25-Jährige aus dem Landkreis Börde das bewusst oder aus Versehen getan habe, wird noch ermittelt. Ebenso unklar ist auch noch, ob der Mann aus dem Zug gestoßen wurde oder selbst sprang.
Der Mann und drei Bekannte seien am Bahnhof Haldensleben in eine große Menge gewaltbereiter und betrunkener Fußballfans aus Halle an der Saale geraten. Die drei Begleiter seien von der Menge am nächsten Haltepunkt zum Aussteigen gezwungen worden. Die Polizei geht von einem Streit zwischen Fußballfans zwei verschiedener Vereine aus. Es deute alles darauf hin, dass der Verletzte und seine Begleiter Fans des 1. FC Magdeburg seien: „Es deutet alles auf eine Fußballgeschichte hin“, sagte Becher der „Welt“.
Videoaufnahmen werden ausgewertet
Weitere Details sind allerdings noch nicht bekannt. Die Polizei wertet derzeit Aussagen von 27 Fahrgästen aus, die ebenfalls im Zug saßen. Es laufen weitere Befragungen, und Videoaufnahmen aus dem Zug werden gesichtet. Im sozialen Netzwerk Facebook äußern Fans des 1. FC Magdeburg unter dem Hashtag #Kämpfehannes Solidarität mit dem Verletzten, der noch immer in Lebensgefahr schwebt.
Der 25-Jährige war, wie erst jetzt bekannt wurde, in der Nacht zum Sonntag mit lebensgefährlichen Verletzungen an den Gleisen gefunden worden – etwa eine Stunde nach dem Sturz. Er erlitt schwere Kopfverletzungen. Er war kurz vor Mitternacht am Bahnhof Haldensleben in die Regionalbahn eingestiegen, die von Wolfsburg nach Magdeburg fuhr. Die Fans des Halleschen FC waren schon im Zug. Sie befanden sich auf dem Rückweg von einem Auswärtsspiel in Köln nach Halle.
Quelle : welt.de
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