Ausgerüstet mit Foto- und Videokameras versuchten die CAR-Forscher zu klären, wie die Waffen, die eigentlich für Rebellen bestimmt gewesen sein sollen, bei den Terroristen landeten. Im irakischen Qaraqosh unweit von der IS-Hichburg Mossul stießen sie auf leere Munitionskisten, deren Markierung Aufschluss über die Herkunft gab. Nach Angaben der Forscher wurde ein bedeutender Teil dieser Waffen in osteuropäischen Fabriken hergestellt und dann an die Regierungen der USA und Saudi-Arabiens legal verkauft.
Danach wurden die Waffen — vermutlich über die Türkei — ins Kriegsgebiet geschickt, so die Forscher. Ihnen zufolge sind die Lieferungen für die US- und Saudi-loyalen Rebellen bestimmt, kommen bei denen jedoch nicht an. Offenbar werden sie von den Terroristen abgefangen. Laut der Studie dauert es vom Zeitpunkt der Herstellung nur zwei Monate, bis die Waffen beim IS landen.
Zuvor bereits hatten Militär- und Regierungsvertreter aus der Türkei, dem Iran und dem Irak die USA bezichtigt, den „Islamischen Staat“ heimlich mit Waffen, Geld und Lebensmitteln auszustatten. Auch ranghohe russische Politiker, darunter Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow warnten, dass Waffen, die die US-Luftwaffe nach eigenen Angaben für Rebellen in Syrien abwirft, in die Hände des „Islamischen Staates“ gelangen könnten. Das Pentagon räumte 2014 ein, dass amerikanische Waffen, die für Kurden abgeworfen wurden, beim IS gelandet sein konnten.
Quelle : sputnik.de
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