Ihm zufolge wird die Forderung an Russland, die Krim abzutreten, zu nichts führen.
Zudem rief Fillon dazu auf, hierbei die zwei grundlegenden und zugleich widersprüchlichen Prinzipien einzuhalten – die Achtung der Grenzen eines anderen Staates und des Völkerrechtes einerseits und des Rechtes der Völker auf Selbstbestimmung andererseits.
Zuvor hatte Fillions Rivalin im Wahlkampf und Front-National-Chefin Marine Le Pen die Zugehörigkeit der Halbinsel Krim zur Ukraine nur eine administrative Angelegenheit aus der Sowjetzeit genannt.
„Es tut mir leid, dass das Referendum, das den Willen des Volkes zeigen sollte, in der internationalen Gemeinschaft und in der Uno nicht akzeptiert wurde“, sagte sie.
Der erste Präsidentschaftswahlgang in Frankreich findet am kommenden Sonntag statt. Sollte keiner der Kandidaten die erforderliche Stimmenmehrheit erhalten, werden die zwei besten in der zweiten Wahlrunde am 7. Mai gegeneinander antreten.
Die Krim war im März 2014 — nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine — wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Staatsstreich in Kiew.
Die neue ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an. Die westlichen Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung in Kiew akzeptiert, jedoch nicht das Krim-Referendum. Nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland verhängten die USA und die EU Sanktionen gegen Russland und die Krim.
Quelle : sputnik.de
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