Paddocks Freundin hatte "keine Ahnung"

  05 Oktober 2017    Gelesen: 467
Paddocks Freundin hatte "keine Ahnung"

Er tötete 58 Menschen, verletzte rund 500. Aber das Motiv des Todesschützen von Las Vegas, Stephen Paddock, bleibt weiter unklar. Seine Freundin redet nun.

Drei Tage nach dem Massaker von Las Vegas liegen die Motive des Attentäters weiter im Dunkeln. Auch die Befragung der Freundin des 64-jährigen Stephen Paddock durch die US-Bundespolizei FBI lieferte keine neuen Erkenntnisse. Behördenvertretern zufolge gab es bislang keine Hinweise, dass die 62-jährige Frau Kenntnis von Paddocks Plänen hatte. Sie beschreibt ihren Freund als "fürsorglichen" und "gütigen" Menschen, den sie geliebt habe. Sie habe keinerlei Hinweise darauf gehabt, dass der 64-Jährige eine derartige Tat plante.

Ähnlich äußerte sich ihr Anwalt, der in Los Angeles eine Erklärung seiner Mandantin verlas. "Es kam mir niemals in irgendeiner Weise in den Sinn, dass er eine Gewalttat gegen irgendjemanden plante", wurde Paddocks Freundin zitiert.

Keine Anhaltspunkte für Terrorismus

Der Attentäter hatte den Ermittlungen zufolge am Sonntagabend während eines Country-Konzerts in Las Vegas in die Menge geschossen und 58 Menschen getötet, bevor er sich selbst das Leben nahm. Seine Freundin hielt sich zur Tatzeit zu einem Familienbesuch auf den Philippinen auf. Die Frau stammt von dort, hat aber die australische Staatsbürgerschaft.

Sie kehrte erst am Dienstag in die USA zurück. Dies sei freiwillig geschehen, ließ sie erklären. Paddock sei ein freundlicher, fürsorglicher und ruhiger Mensch gewesen. Er habe ihr das Flugticket für die Philippinen besorgt und ihr Geld überwiesen, damit sie dort eine Immobilie kaufen könne. Sie habe daher befürchtet, dass er die Verbindung mit ihr auflösen wolle.

Nach FBI-Angaben gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass das Attentat einen terroristischen Hintergrund hat. Paddock wird als Einzeltäter beschrieben. Seine Beweggründe sind auch deswegen so rätselhaft, weil er nicht in die Täterprofile ähnlicher Massaker passt. Er galt als wohlhabend und hatte keine Vorstrafen.

Hinweise auf eine psychische Erkrankung oder soziale Entfremdung gibt es bisher nicht. Außerdem finden sich keine Anzeichen für extreme politische oder weltanschauliche Überzeugungen.

Quelle: n-tv.de

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