Sachsens Regierungschef Tillich tritt zurück

  18 Oktober 2017    Gelesen: 195
Sachsens Regierungschef Tillich tritt zurück

Bei der Bundestagswahl fährt die sächsische CDU ein desaströses Ergebnis ein - und wird nach der AfD nur zweitstärkste Kraft. Die Partei diskutiert als Folge davon eine mögliche Regierungsumbildung. Nun räumt Ministerpräsident Stanislaw Tillich seinen Posten.

Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich tritt zurück. Damit zieht der 58-Jährige die Konsequenz aus dem schlechten Ergebnis der sächsischen CDU bei der Bundestagswahl, hieß es aus Parteikreisen. Er werde sein Amt im Dezember "in jüngere Hände übergeben" und beim CDU-Landesparteitag nicht mehr kandidieren, erklärte Tillich in Dresden. Bis dahin wolle er weiter "mit vollem Engagement" seine Aufgaben als Ministerpräsident wahrnehmen.

Sachsen stehe "vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen", erklärte Tillich und ergänzte: "Für eine gute Zukunft Sachsens sind auch neue Antworten wichtig." Dafür brauche es "neue und frische Kraft", so der CDU-Politker. Zu seiner Zeit als Regierungschef in Dresden erklärte Tillich: "Es waren die besten Jahre meines politischen Lebens."

Seit Mai 2008 war Tillich sächsischer Ministerpräsident. Nachfolger soll nun der sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer werden. Der 42-Jährige aus Görlitz hatte bei der Bundestagswahl sein Direktmandat verloren und sitzt künftig nicht mehr im Bundestag.

Bei der Wahl am 24. September war die AfD in Sachsen stärkste politische Kraft geworden und hatte dabei auch die seit der Wende im Freistaat regierende CDU um einen Zehntelprozentpunkt übertroffen. Seit Tagen wurde im Freistaat über eine größere Regierungsumbildung spekuliert. Ende September war Kultusministerin Brunhild Kurth zurückgetreten. Sie hatte private Gründe angegeben.

Quelle: n-tv.de , jug/dpa/AFP

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