Großaktionär drängt Daimler in Allianz

  16 April 2018    Gelesen: 798
Großaktionär drängt Daimler in Allianz

Im Februar steigt der chinesische Geely-Konzern beim Daimler-Konzern ein. Während die Stuttgarter das nicht so gern sehen, feiert der neue Großaktionär den Coup. Nun preschen die Chinesen mit einer Forderung vor.

 

Der neue Daimler-Großaktionär Li Shufu aus China ruft zur Prüfung von Partnerschaften auf. "Wir müssen aktiv die Möglichkeit umfangreicher Allianzen ausloten, anstatt uns der Realität zu entziehen und den Kopf in den Sand zu stecken", schrieb Li in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". "Wenn eine mögliche Partnerschaft den Anforderungen von Gesetzen und Verordnungen entspricht, kann und sollte jede bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit von beiderseitigem Nutzen diskutiert werden."


Traditionelle Autobauer benötigten ein Selbsterwachen, schrieb Li. "Diejenigen, die bereit sind, sich zusammenzuschließen, um proprietäre digitale Plattformen zu schmieden, die von ihren verschiedenen Marken gemeinsam genutzt werden können, werden ein Erfolgsrezept haben, da unsere Branche immer härter umkämpft wird."

Die zentrale Herausforderung für die gesamte Branche sei die Frage, wie die Zeit des Wandels nachhaltig und profitabel gemeistert werden könne. "Es muss möglich sein, globale Skaleneffekte zu nutzen und Risiken zu reduzieren, wobei die Unabhängigkeit der Marke und die Autonomie des Managements gewahrt bleiben müssen." Ebenso müsse es möglich sein, die Rendite für die Aktionäre zu steigern und gleichzeitig die Produktdifferenzierung und die Rechte am geistigen Eigentum zu wahren und zu respektieren.

Li ist Haupteigner des chinesischen Autobauers Geely. Er war im Februar zum neuen Großaktionär bei Daimler aufgestiegen und hält knapp zehn Prozent an den Stuttgartern.

Quelle: n-tv.de 


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