„Washington Post": Russland könnte eigenen „Suezkanal“ bekommen

  10 September 2018    Gelesen: 1017
„Washington Post": Russland könnte eigenen „Suezkanal“ bekommen

Die globale Erwärmung kann die bisher zu gefährliche Nordostpassage in der Arktis in eine große Handelsroute für Russland verwandeln. Über die Vorteile dieses Seewegs schreibt die Zeitung „Washington Post“.

Der Zeitung zufolge haben Länder wie Russland große Hoffnungen auf das Schmelzen des arktischen Eises, denn so könnte die Nordostpassage eine Alternative zum Suezkanal werden. Dies würde die Kosten des Transits von Europa nach Asien und Amerika deutlich reduzieren.

Die Expertenprognosen einer massenhaften Eisschmelze seien für die Umweltschützer besorgniserregend, schreibt die Washington Post in ihrem Artikel „Russlands Suezkanal? Dank dem Klimawandel beginnen Schiffe, eine weniger eisige Arktis zu nutzen“.

„Diese ‚neue Arktis‘ kann ein Segen für einige sein – vor allem für Russland“, so das Blatt.

Eine große Strecke der Nordostpassage liege in Russlands ausschließlicher Wirtschaftszone. So würde Moskau seine Kontrolle über die strategische Route und damit über die Gewinne aus Navigationserlaubnissen und dem Betrieb von Eisbrechern sicherstellen.

Obwohl die Schifffahrtbedingungen sogar im Sommer gefährlich seien, ist der größte Vorteil des nördlichen Wegs die Zeit.
So würde ein Schiff, das zum Beispiel aus Südkorea nach Deutschland fahre, über die Nordostpassage fast zweimal schneller an den Zielort gelangen, als über den traditionellen Weg durch das südafrikanische Kap der Guten Hoffnung.

Die Nordostpassage ist die wichtigste arktische Schifffahrtsstraße Russlands, der kürzeste Seeweg zwischen dem Fernen Osten und dem europäischen Teil des Landes. Die Passage verbindet die arktischen Häfen und die großen Flüsse der nördlichen Region.

Jetzt wird der Weg besonders attraktiv – das arktische Eis schmilzt und schafft Korridore, die für die Tankerschifffahrt verwendet werden können.

sputniknews


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