Elektrobusse in Städten heiß begehrt - aber noch immer selten

  04 Dezember 2018    Gelesen: 817
Elektrobusse in Städten heiß begehrt - aber noch immer selten

Frankfurt (Reuters) - Drohende Dieselfahrverbote haben bei den Verkehrsbetrieben vieler Städte einen Kaufrausch für Elektrobusse ausgelöst.

Doch der schon lange beklagte Mangel auf der Angebotsseite löst sich nur langsam auf. Denn die beiden großen deutschen Hersteller Daimler und MAN brauchten lange für die Entwicklung neuer E-Busse und ließen sich dabei Experten zufolge von kleinen Herstellern wie Solaris aus Polen abhängen. Die Batterietechnik sei früher zu teuer gewesen, die Reichweite der Busse zu gering, erklärt Felix Kybart, Leiter Alternative Antriebe bei MAN Bus & Truck. “Gerade die Verkehrsbetriebe müssen für die Städte wirtschaftlich arbeiten. Erst mit der jetzt aktuellen Batterietechnologie ist eine ordentliche Reichweite und eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge sowie ausreichend schnelles Laden möglich”, sagt Kybart der Nachrichtenagentur Reuters.

Elektrobusse ohne Führung durch eine Oberleitung gibt es schon seit der Jahrtausendwende, allerdings nur in sehr geringer Zahl: Mitte 2018 waren rund 600 Busse mit alternativen Antrieben im Einsatz, wie die Unternehmensberatung PwC zusammentrug. Das seien 1,5 Prozent der gesamten Busflotte im öffentlichen Nahverkehr. Die überwiegende Mehrheit von 422 Stück setzen den Stromantrieb allerdings nur in Kombination mit dem Verbrennungsmotor ein. Rein elektrisch waren nur 186 Busse, davon 99 batterieelektrisch ohne Oberleitung unterwegs.

 


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