Union bleibt unter 30 Prozent stecken

  22 April 2019    Gelesen: 468
Union bleibt unter 30 Prozent stecken

Mit großen Hoffnungen wurde Annegret Kramp-Karrenbauer im Dezember zur CDU-Chefin gewählt. Doch im RTL/n-tv Trendbarometer verliert die Union erneut leicht und bleibt unter 30 Prozent hängen. In der Kanzlerfrage schmilzt derweil der Abstand von AKK auf Vizekanzler Scholz immer weiter.

Die vierte Woche in Folge bleibt die Union laut dem RTL/n-tv Trendbarometer unter 30 Prozent. Demnach würden aktuell 28 Prozent der Befragten bei CDU oder CSU ihr Kreuz. Die beiden Parteien verlieren damit im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt. Ebenfalls einen Prozentpunkt nach unten geht es für die FDP. Die Liberalen sind mit 9 Prozent wieder einstellig, nachdem sie in der Vorwoche noch 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnten.

Jeweils einen Punkt können dagegen SPD und AfD hinzugewinnen. Während die Sozialdemokraten nun auf 17 Prozent kommen, erreichen die Rechtspopulisten erstmals in diesem Jahr wieder die 13-Prozent-Marke. Die Grünen verharren bei 19 Prozent, die Linke steht wie in der Vorwoche bei 8 Prozent. Die sonstigen Parteien erreichen 6 Prozent der Stimmen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 23 Prozent und erreicht damit in etwa den Wert der jüngsten Bundestagswahl 2017.

Die derzeitige Großen Koalition hätte damit weiter keine Regierungsmehrheit. Auch eine Mehrheit für ein schwarz-grünes Regierungsbündnis ist nicht mehr sicher. Die Umfrageschwäche der Union dürfte zumindest zum Teil auf die sinkenden Sympathiewerte für die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer zurückzuführen sein. In der Frage der Kanzlerpräferenz verliert diese in dieser Woche erneut an Punkten, zumindest im Vergleich zu den Spitzen der SPD.

Würden der Kanzler oder die Kanzlerin direkt gewählt, entschieden sich 30 Prozent der Befragten für AKK, zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. 13 Prozent stimmten für SPD-Chefin Andrea Nahles, die einen Prozentpunkt verliert. Der direkte Vergleich mit Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz fällt immer knapper aus: 26 Prozent würden in diesem Fall AKK die Stimme geben, ebenfalls ein Minus von zwei Punkten. Der SPD-Politiker Scholz käme auf 24 Prozent, ein Rückgang um einen Punkt.

Im vergangenen Dezember, als Kramp-Karrenbauer zur CDU-Chefin gewählt wurde, hatte die Differenz zu Nahles noch 36 Prozentpunkte betragen - nun sind des 17. Der Abstand zu Scholz ist von 23 Punkten im Dezember auf nunmehr zwei Punkte geschmolzen. AKK versucht seit ihrem Amtsantritt, auf den konservativen Flügel der Partei zuzugehen. Diese Kurskorrektur verprellt aber Wähler der liberalen Mitte, die sich verstärkt den Grünen zuwenden.

Auch in der Frage der politischen Kompetenz hat die Union an Zustimmung verloren. 21 Prozent der Befragten trauen CDU und CSU zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden. Das sind ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche, aber vier Prozentpunkte weniger als im Januar. 6 Prozent vertrauen auf die politische Kompetenz der SPD, genau wie in der Vorwoche. Im Januar lag der Wert bei 5 Prozent. 56 Prozent trauen keiner Partei zu, mit den Problemen im Land fertig zu werden, derselbe Wert wie vor Wochenfrist. Im Januar vertraten noch 50 Prozent diese Meinung.

n-tv


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