Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank geplatzt

  25 April 2019    Gelesen: 479
Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank geplatzt

Frankfurt (Reuters) - Nach sechs Wochen langen Verhandlungen erteilen die Deutsche Bank und die Commerzbank einer Fusion eine Absage.

Nach gründlicher Prüfung seien die Vorstände der beiden Banken zu dem Schluss gekommen, dass ein Zusammenschluss keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde, teilten die beiden Banken am Donnerstag in gleichlautenden Mitteilungen mit. Beide verwiesen auf die Umsetzungsrisiken, Restrukturierungskosten und Kapitalanforderungen, die mit einer solch großen Integration einhergingen. Daher hätten beide Banken entschieden, die Gespräche nicht fortzusetzen.

“Es war sinnvoll, diese Option einer innerdeutschen Konsolidierung zu prüfen”, erklärte Commerzbank-Chef Martin Zielke. “Nach gründlicher Analyse sind wir zum Schluss gekommen, dass ein Zusammenschluss mit der Deutschen Bank keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde.” Die zwei größten deutschen Privatbanken führten seit Mitte März formelle Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss, durch den die mit weitem Abstand größte deutsche Bank entstanden wäre. Allerdings wären bei einem Zusammenschluss auch mehrere zehntausend Jobs wegfallen.


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