Verzögerung von Nord Stream 2: Dänemark reagiert auf Forderungen von Gazprom

  20 Juni 2019    Gelesen: 414
  Verzögerung von Nord Stream 2: Dänemark reagiert auf Forderungen von Gazprom

Bei der Abstimmung des Gaspipeline-Projekts Nord Stream 2 geht Dänemark von Umwelt- und Sicherheitsparametern aus und erachtet daher die südöstliche Route des Projekts als am akzeptabelsten. Dies gab der Leiter des Pressedienstes der dänischen Energieagentur (DEA) Toure Falbe-Hansen bekannt.

„Nach der gegenwärtigen Einschätzung ist die Südostroute auf der Grundlage einer Reihe von Umwelt- und Sicherheitsparametern akzeptabler. Es gibt keine weiteren Kommentare zu den Aussagen von (dem russischen Energiekonzern) Gazprom vonseiten der DEA“, so der DEA-Leiter.

Am Mittwoch hatte Gazprom-Vorstandsmitglied Sergej Kuznets mitgeteilt, dass Dänemarks mögliche Verzögerung beim Bau von Nord Stream-2 zu Verlusten führen könnte, die es früher oder später ausgleichen muss.

Nord Stream 2 ist die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland. Finanziert wird sie zur Hälfte vom russischen Staatskonzern Gazprom. Die andere Hälfte bezahlen fünf europäische Energieunternehmen: die BASF-Tochter Wintershall, OMV sowie Uniper, Royal Dutch Shell und die französische Engie.

Deutsche Regierungsvertreter wollen entgegen dem amerikanischen Druck am Nord Stream 2-Projekt festhalten. Die Bundesregierung hatte wiederholt mitgeteilt, dass es sich hierbei um ein rein wirtschaftliches Projekt handelt, dass die Energiesicherheit Deutschlands und Europas erhöhen werde.

Auch Moskau stellte wiederholt klar, dass das Projekt nur wirtschaftliche Interessen nachkomme und gegen kein anderes Land gerichtet sei.

sputniknews


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