AfD-Politiker Junge in der Kritik

  18 Juli 2019    Gelesen: 639
AfD-Politiker Junge in der Kritik

Der rheinland-pfälzische AfD-Vorsitzende Junge steht in der Kritik, weil er angesichts der Ernennung von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Verteidigungsministerin einen Aufstand der Generäle ins Spiel gebracht hat.

Wörtlich schrieb er auf Twitter: „Wenn das die beste Personalie der alten Parteien für eines der wichtigsten Ämter unserer #Nation ist, sagt das viel über den Zustand unseres Landes aus! Wann kommt endlich der Aufstand der #Generale?“

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion in Mainz, Haller, fragte, ob Junge sich damit für einen Staatsstreich von Soldaten aussspreche. Der CDU-Politiker Polenz twitterte, Junge fordere einen Aufstand der Generäle, als hätte er nie vom Primat der Politik über die Streitkräfte gehört. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Strasser warf Junge vor, zum Militärputsch anzustacheln, und fragte auf Twitter: „Wie weit sind wir gekommen? Der Mann gilt übrigens als gemäßigt in der AfD.“

Junge, der Oberstleutnant a.D. ist, ergänzte später seine Äußerungen. Mit Aufstand meine er nicht den bewaffneten Kampf, sondern Widerspruch, sagte er. Die Generalität werde erst dann laut, wenn sie in Pension sei oder keine Perspektive mehr habe.

 

Deutschlandfunk


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