EZB stemmt sich gegen Wirtschaftsabschwung

  12 September 2019    Gelesen: 217
EZB stemmt sich gegen Wirtschaftsabschwung

Die Europäische Zentralbank kehrt in den sichtbar in den Krisenmodus zurück. Banken, die Geld bei der EZB parken wollen, müssen künftig noch mehr zahlen. Zudem kauft die Zentralbank wieder Anleihen.

Die Europäische Zentralbank öffnet angesichts der sich abkühlenden Wirtschaft in der Eurozone weiter ihren Instrumentenkasten. So müssen Banken künftig selbst noch tiefer in die Tasche greifen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken wollen. Zudem nehmen die Zentralbanker wieder ihr Anleihenkaufprogramm auf.

Banken müssen nach dem Entschluss des EZB-Rates künftig statt wie bisher 0,4 Prozent nun 0,5 Prozent Zinsen für Einlagen bei der Notenbank zahlen. Der Satz ist bereits seit 2014 negativ. Kritiker befürchten, dass diese Kosten von den Geldhäusern an die Kunden weitergegeben werden. Zudem gab des Gremium grünes Licht dafür, ab November wieder für monatlich 20 Milliarden Euro Wertpapiere zu kaufen. Das Programm war im vergangenen Dezember gestoppt worden.

Unverändert ließ die EZB den Schlüsselzins zur Versorgung der Institute mit Geld. Bereits seit März 2016 liegt dieser auf dem Rekordtief von null Prozent.

Damit endet die Amtszeit von EZB-Chef Mario Draghi damit, dass er als bislang einziger oberster Notenbanker nie den Zinssatz angehoben hat. Obendrein erleichtert er seiner Nachfolgerin Christine Lagarde den Einstieg sowie den Kampf gegen die Konjunkturschwäche.

Quelle: n-tv.de


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