Nicht nur verbaler Kampf: Krim-Politiker kommentiert neue Selenski-Pläne zur Rückgabe der Halbinsel

  13 September 2019    Gelesen: 203
  Nicht nur verbaler Kampf: Krim-Politiker kommentiert neue Selenski-Pläne zur Rückgabe der Halbinsel

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenski hat angekündigt, dass es neue Ideen zur Rückgabe der Halbinsel Krim gibt. Der stellvertretende Vorsitzende des Parlaments der Republik Krim, Wladimir Bobkow, hat diese Aussagen jetzt kommentiert.

„Die komplizierteste Situation werden wir meiner Meinung nach eben mit der Rückkehr der Krim haben. (…) Wir haben mehrere Formate, also mehrere Ideen. Ich kann nicht darüber reden, es ist zu früh (…) Wir werden kämpfen, um die Krim zurückzuholen. Und nicht nur mittels der Worte“, sagte Selenski im Rahmen des jährlichen Forums YES.

Der Krim-Politiker Wladimir Bobkow kommentierte als Erster die jüngsten Erklärungen von Selenski:

„Es gibt Dinge, die für niemanden sowie für keine Technologien, Projekte und Strategien überwindbar sind. Diese Dinge haben sich fundamental herausgebildet (…) Ich rate den Kiewer Behörden davon ab, die Zeit (…) für heimliche Intrigen zu verschwenden.“

Er verwies darauf, dass die Wiedervereinigung der Krim mit Russland nicht aufgrund einer politischen Aktion erfolgt sei, sondern dass es um einen historischen Prozess gehe. Die ukrainischen Behörden sollten dem Politiker zufolge damit beginnen, „vollwertige Beziehungen zu Russland“ wiederaufzubauen.

Die Meinung der ukrainischen Behörden werde erst dann berücksichtigt werden, wenn sie aufhören würden, sich mit Unsinn zu befassen. Die Ideen von Selenski hinsichtlich einer „Rückgabe“ der Krim wird Bobkow zufolge nie funktionieren und erinnert eher an Unsinn.

Kiew will Krim zurückholen

Sowohl während der Amtszeit des Präsidenten Petro Poroschenko als auch jetzt unter der Führung des neugewählten Präsidenten Wladimir Selenski spricht man in Kiew immer wieder von Plänen zur Rückgewinnung der Krim. Vor kurzem hatte die Pressesekretärin des neuen ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski, Julia Mendel, erklärt, dass Kiew eine Strategie zur „Rückgabe“ der Schwarzmeer-Halbinsel Krim an die Ukraine ausgearbeitet habe, die man mit EU- und Nato-Vertretern erörtern wolle.

Selenski selbst hatte bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gesagt, dass die Halbinsel eines Tages „bestimmt zurückkehren wird“. Darauf reagierte der türkische Staatschef zustimmend.

Krim als Teil Russlands

Die Wiedervereinigung der Krim mit Russland erfolgte nach einem Referendum im März 2014. Bei dem Volksentscheid hatten 96,77 Prozent der Bürger der Republik Krim und 95,6 Prozent der Einwohner von Sewastopol für den Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt.

Die Ukraine betrachtet die Krim indessen weiterhin als „zeitweilig okkupiertes Territorium“. Den Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge „ist die Frage der Krim endgültig abgeschlossen“.

ak/mt/sna


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