U-Boot-Jagd mit Haftmagnet: Wie die Nato die „Roten“ bekämpfen wollte

  17 September 2019    Gelesen: 721
U-Boot-Jagd mit Haftmagnet: Wie die Nato die „Roten“ bekämpfen wollte

Nato-Admiräle mussten im Kalten Krieg fürchten, gegen die U-Boote der Sowjets konventionell nicht ankommen zu können, schreibt das amerikanische Fachportal „The National Interest“. Die UdSSR hatte demnach zu viele U-Boote. Den Nato-Strategen war daher jede noch so skurrile Abwehrtechnik recht.

Über circa 300 diesel-elektrische und mehrere Atom-U-Boote verfügten die Sowjets, als 1962 die Kuba-Krise ausbrach. Die Nordatlantikallianz war dieser roten Flotte gegenüber nicht angemessen gerüstet, schreibt „NI“. Westliche Generäle fürchteten, das Problem sei „nur nuklear“ zu lösen: durch atomare Angriffe gegen sowjetische U-Boot-Basen entlang der Küste der UdSSR. Aber sich dazu entschließen konnten die West-Militärs nicht.

Alternativmethoden zur U-Boot-Jagd wurden erarbeitet. Manche davon funktioniert und wird bis heute angewandt, der „Lauschangriff“ unter Wasser zum Beispiel: Ein Netz von Mikrophonen zum Aufspüren von U-Boot-Geräuschen, das über den Meeresboden ausgebreitet wurde.

Andere Abwehrtechniken waren geradezu „crazy“, so das Fachportal wörtlich. Der beste Schutz eines U-Boots ist immer noch seine Geräuschlosigkeit. Wen man nicht hört, den kann man nicht orten – genau hier setzte die skurrile Nato-Technik an.

Der Vorschlag war, Magneteisen aus der Luft über dem mutmaßlichen Einsatzgebiet eines U-Boots abzuwerfen. Die Magnete haften sich an den U-Boot-Rumpf und die dabei freiwerdenden Geräuschemissionen ermöglichen die Ortung des Gegners.

Klingt vielleicht absurd, wurde laut dem Portal aber tatsächlich ausprobiert: Bei einer Nato-Übung klebten sich abgeworfene Magneten mit lautem Knall an den Rumpf der „HMS Auriga“, ein U-Boot der britischen Royal Navy. Ein „Riesenspaß für die Sonaroffiziere“ war das, schreibt „NI“.

Für einen Fachmann aber: Unfug, sagt Militärexperte Wladimir Korjakin, Dozent an der russischen Universität des Verteidigungsministeriums. „Diese Geschichte ist nur was für Leute, die an Märchen und Legenden glauben“, so der Experte im Sputnik-Gespräch.

Demnach macht die herkömmliche Bauweise von U-Booten einen Einsatz von Magneten sinnlos: „Ein U-Boot ist doch beschichtet. Unsere U-Boote, die sowjetischen, hatten sogar einen Titanrumpf. Der hat überhaupt keine magnetischen Eigenschaften“, erklärt Wladimir Korjakin.

Ein U-Boot kann natürlich auch aus Stahl gebaut werden. Aber:

„Ein Stahlrumpf ist beschichtet. Das kann jeder zuhause ausprobieren. Versuchen Sie mal einen Magneten durch ein Stück Pappe an den Kühlschrank zu hängen. Durch ein dünnes Blatt Papier würde es funktionieren, durch eine Pappe nicht. So würde auch die Beschichtung auf dem U-Boot-Rumpf verhindern, dass ein Magnet dran haftet“, erklärt der Experte.

Sein Fazit daher: „Die Geschichte ist ganz bestimmt ausgedacht. Noch so ein Märchen für den Durchschnittsleser, damit bloß alle glauben, wie stark die Nato im Kampf gegen russische U-Boote ist.“

Das Fachportal führt die Geschichte jedoch fort. Einige Magneteisen seien bei Versuchen auch am Rumpf sowjetischer U-Boote haftengeblieben, schreibt „The National Interest“. Die Unterwasserschiffe hätten dann zur Heimbasis umkehren müssen, um die Magneteisen zu entfernen. Diese Zeit über seien die sowjetischen U-Boote einsatzuntauglich gewesen.

Ihren Zweck hätten die Magnete damit also erreicht. Zum Masseneinsatz der skurrilen Technik kam es laut dem Portal dann aber doch nicht: Es hätten sich Schwierigkeiten ergeben, das Personal entsprechend auszubilden.

Demnach macht die herkömmliche Bauweise von U-Booten einen Einsatz von Magneten sinnlos: „Ein U-Boot ist doch beschichtet. Unsere U-Boote, die sowjetischen, hatten sogar einen Titanrumpf. Der hat überhaupt keine magnetischen Eigenschaften“, erklärt Wladimir Korjakin.

Ein U-Boot kann natürlich auch aus Stahl gebaut werden. Aber:

„Ein Stahlrumpf ist beschichtet. Das kann jeder zuhause ausprobieren. Versuchen Sie mal einen Magneten durch ein Stück Pappe an den Kühlschrank zu hängen. Durch ein dünnes Blatt Papier würde es funktionieren, durch eine Pappe nicht. So würde auch die Beschichtung auf dem U-Boot-Rumpf verhindern, dass ein Magnet dran haftet“, erklärt der Experte.

Sein Fazit daher: „Die Geschichte ist ganz bestimmt ausgedacht. Noch so ein Märchen für den Durchschnittsleser, damit bloß alle glauben, wie stark die Nato im Kampf gegen russische U-Boote ist.“

Das Fachportal führt die Geschichte jedoch fort. Einige Magneteisen seien bei Versuchen auch am Rumpf sowjetischer U-Boote haftengeblieben, schreibt „The National Interest“. Die Unterwasserschiffe hätten dann zur Heimbasis umkehren müssen, um die Magneteisen zu entfernen. Diese Zeit über seien die sowjetischen U-Boote einsatzuntauglich gewesen.

Ihren Zweck hätten die Magnete damit also erreicht. Zum Masseneinsatz der skurrilen Technik kam es laut dem Portal dann aber doch nicht: Es hätten sich Schwierigkeiten ergeben, das Personal entsprechend auszubilden.

sputniknews


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