Mädchen unbekannte Substanz gespritzt - Polizei fahndet nach Täter

  15 November 2019    Gelesen: 471
Mädchen unbekannte Substanz gespritzt - Polizei fahndet nach Täter

Ein Unbekannter hat in Gelsenkirchen ein Mädchen bedroht und ihr mit einer Spritze eine Substanz injiziert. Vor seiner Flucht soll der Mann die Worte "Nummer sechs" gesagt haben.

Die Polizei in Gelsenkirchen fahndet nach einem Mann, der am Donnerstag einer 13-Jährigen eine unbekannte Substanz in den Körper gespritzt hat. "Die Ermittlungen werden heute fortgesetzt", sagte ein Sprecher der Polizei.

"Der Fall ist nicht üblich", sagte ein Polizeisprecher auf einer Pressekonferenz. Der Teenager war der Polizei zufolge nach dem Vorfall schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie habe "Ausfallerscheinungen" gehabt. Welche Substanz der Täter dem Mädchen gespritzt hat, ist unklar.

Das Mädchen sei weiter im Krankenhaus. Ärzte und ein Gerichtsmediziner untersuchten, um welchen Stoff es sich gehandelt haben könnte. Es wurde bereits angehört, konnte aber noch nicht vernommen werden.

Polizei hält Aussagen des Opfers für glaubhaft

Die Polizei bittet um Hinweise auf den Täter. Das Mädchen habe den Mann als 1,80 Meter bis 1,90 Meter groß beschrieben. Er sei 30 bis 40 Jahre alt, habe akzentfrei deutsch gesprochen und eine schwarze Bauchtasche sowie weiße Handschuhe getragen.

Der Mann hatte die Jugendliche, die am Vormittag auf dem Weg zu einer Schulveranstaltung war, laut Polizei in der Innenstadt angesprochen und mit einem Taschenmesser bedroht. Dann habe er sie aufgefordert, ihm zu folgen.

Auf einem Parkplatz holte er laut Polizei die Spritze hervor und injizierte ihr die Substanz. Bevor der Täter geflohen sei, habe er noch die Worte "Nummer sechs" gesagt. Die Polizei hat nach Angaben des Sprechers bisher keine Zweifel an den Schilderungen des Mädchens - und sucht nach weiteren potenziellen Opfern.

Nach der Tat habe die Verletzte an der Wohnungstür eines Anwohners geklingelt und um Hilfe gebeten. Dieser brachte das Mädchen ins Krankenhaus.

Quelle : spiegel.de


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