T-Mobile und Sprint ändern Vertrag - Softbank steht für Risiken grade

  21 Februar 2020    Gelesen: 380
T-Mobile und Sprint ändern Vertrag - Softbank steht für Risiken grade

Frankfurt/Bangalore (Reuters) - Die Telefongesellschaften T-Mobile US und Sprint Corp haben die Vereinbarung für ihren geplanten Zusammenschluss geändert.

Nach der Milliardenfusion, die bis 1. April abgeschlossen sein soll, werde die Deutsche Telekom als Obergesellschaft von T-Mobile US rund 43 Prozent an der “neuen T-Mobile US” halten, ein Prozent mehr als ursprünglich geplant. Der japanische Mischkonzern und Sprint-Großaktionär Softbank werde 24 statt 27 Prozent an der neuen Gesellschaft halten, teilten die Telekom und Sprint in der Nacht zum Freitag mit.

Mit einer besonderen Vereinbarung sollen offenbar Geschäftsrisiken bei Sprint in der Vereinbarung berücksichtigt werden: Softbank gibt seine Sprint-Aktien zu einem günstigeren Umtauschverhältnis ab als andere Aktionäre - und erklärt sich gleichzeitig bereit, 48,8 Millionen erhaltene Aktien der Fusionsgesellschaft bei Abschluss der Transaktion an die neue T-Mobile abzugeben. Zurückerhalten werde Softbank die Aktien nur beim Erreichen bestimmter Kursziele. “Außerdem hat Softbank zugestimmt, die neue T-Mobile US für bestimmte Geschäftsrisiken der Sprint, die nach der Unterzeichnung identifiziert wurden, zu entschädigen”, teilte die Telekom mit. Details dazu wurden nicht mitgeteilt.

Insidern zufolge ging Softbank auf die Änderungen im Fusionsvertrag ein, um weitere Verzögerungen bei der Transaktion zu vermeiden. So hätte etwa eine Änderung des Umtauschverhältnisses für alle Aktionäre womöglich die Einberufung einer Hauptversammlung erfordert.

Erst in der vergangenen Woche hatte ein US-Bundesrichter eine Wettbewerbsbeschwerde mehrerer US-Bundesstaaten gegen die Fusion abgewiesen und damit das letzte große Hindernis für die Firmenehe aus dem Weg geräumt. Telekom-Chef Tim Höttges hatte den Börsenwert der neuen Gesellschaft auf rund 120 Milliarden Dollar veranschlagt. Damit wäre sie deutlich kleiner als die beiden USA-Marktführer: AT&T wird mit 274 Milliarden Dollar bewertet, Verizon mit 242 Milliarden Dollar.


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