Protest und Brand in mexikanischem Migrantenlager – Mindestens ein Todesopfer

  02 April 2020    Gelesen: 197
Protest und Brand in mexikanischem Migrantenlager – Mindestens ein Todesopfer

Bei einem Protest und anschließenden Brand in einem Migrantenlager in Mexiko ist laut örtlichen Medien ein Mensch ums Leben gekommen. Mindestens neun weitere wurden verletzt.

Der tragische Zwischenfall habe sich am Dienstagabend in der Stadt Tenosique (im mexikanischen Bundesstaat Tabasco) ereignet, schreibt die Zeitung „El Universal“ am Mittwoch.

Die Migranten hätten ihre Freilassung verlangt, sodass sie in ihre Heimat zurückkehren könnten, und Matten in Brand gesteckt, so Medien. Einige Portale berichten von zwei Toten.

Corona-Furcht als angeblicher Hintergrund
Der Protest entstand Medienberichten zufolge, weil es nicht genug Essen gegeben habe und außerdem weil die Asylsuchenden Angst hätten, mit Coronavirus infiziert zu werden.

Verletzungen erlitten nach Angaben der Organisation „Mesoamerican Migrant Movement“ neun Menschen: zwei seien iranischer Herkunft, die anderen seien aus Honduras und Guatemala.

Feuerwehrleute trafen laut Medien am Unfallort ein. Mediziner, Katastrophenschutzpersonal und Beamte der Einwanderungsbehörde Mexikos hätten Verletzte behandelt und in Krankenhäuser gebracht.

Migration aus Mittelamerika in die USA
In einer Vereinbarung mit den USA verpflichtete sich Mexiko im vergangenen Juli, unter anderem durch den Einsatz von Soldaten an seinen Grenzen die Migration in die USA einzudämmen. Viele der Migranten werden seitdem bereits in Südmexiko abgefangen und schnell in ihre Heimatländer abgeschoben.

Angesichts der Corona-Pandemie haben sowohl die USA als auch Mexiko das Bearbeiten von Asylverfahren ausgesetzt. Zudem wurde die US-Grenze mit Mexiko für den Personenverkehr weitgehend geschlossen, und auch Guatemala riegelte seine Grenze mit Mexiko ab. So harren nun Tausende Migranten in eng gefüllten mexikanischen Auffanglagern aus.

sputniknews


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