Italienerin gewinnt Picasso-Gemälde

  21 Mai 2020    Gelesen: 492
  Italienerin gewinnt Picasso-Gemälde

Über das Auktionshaus Christie's ist ein Bild von Pablo Picasso für den guten Zweck verlost worden. Die Gewinnerin hatte ihr Los geschenkt bekommen.

Manchmal ist ein Pablo Picasso nur ein Los entfernt: Das Werk "Stillleben, 1921" des spanischen Kubisten ist am Mittwochabend in Paris verlost worden, wie bei einer Live-Übertragung des Auktionshauses Christie's mitzuverfolgen war.

Der Einsatz für die Tombola: Ein Los im Wert von 100 Euro. Der Wert des Bildes: Rund eine Million Euro. Losglück bei der elektronischen Ziehung hatte eine Italienerin, die das Gewinnlos als Geschenk erhalten hatte.

Insgesamt wurden den Veranstaltern zufolge gut 51.000 Lose à 100 Euro verkauft und somit 5,1 Millionen Euro für Projekte der Hilfsorganisation Care erzielt. Die meisten Lose kauften Franzosen: Sie machten 29 Prozent der Teilnehmer aus, 21 Prozent kamen aus den USA und 19 Prozent aus der Schweiz.

Eigentlich hatten die Organisatoren sogar 200.000 Lose verkaufen wollen, doch die Nachfrage fiel geringer aus als erhofft. Care-Kommunikationschefin Emanuela Croce zeigte sich dennoch zufrieden. "Mit mehr als fünf Millionen haben wir ein außerordentliches Ergebnis für eine komplizierte Aktion in komplizierten Zeiten erzielt", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.

Eine Million für den ehemaligen Besitzer
Der Besitzer des Gemäldes, der Kunstsammler David Nahmad, erhält eine Million Euro, der Rest des Erlöses soll an Care-Projekte in Afrika gehen. Dadurch sollen 200.000 Menschen in Madagaskar, Kamerun und Marokko Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten.

Die bereits für Januar geplante Tombola war wegen des zunächst mäßigen Interesses auf März verschoben worden - dann kam die Coronakrise dazwischen.

Das derzeit noch im Pariser Picasso-Museum ausgestellte Gemälde zeigt eine geometrische Komposition mit einem Stück Zeitung sowie einem Absinth-Glas. Es handle sich um ein Bild aus einer Zeit, in der Picasso "die realistischen und kubistischen Strömungen synthetisiert hat", sagte Museumsdirektor Laurent Le Bon. Das Werk rege zum "Denken und Träumen" an.

spiegel


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