Schweiz und USA kündigen Kooperation bei Drohnen-Entwicklung und -Forschung an

  10 Juli 2020    Gelesen: 486
Schweiz und USA kündigen Kooperation bei Drohnen-Entwicklung und -Forschung an

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) und die amerikanischen Luftfahrtbehörden gaben am Mittwoch ihre künftige Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklung von Drohnen sowie bei der Ausarbeitung der Sicherheitsstandards von unbemannten Flugsystemen bekannt.

Die Schweiz und die USA planen im Bereich der unbemannten Flugsysteme (Drohnen) zusammenzuarbeiten. Darüber haben das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) und die US-amerikanische Luftfahrbehörde Federal Aviation Administration (FAA) eine Absichtserklärung abgeschlossen. Diese soll künftig einen Rahmen für die Zusammenarbeit beider Nationen schaffen und sich im Hinblick auf die Weiterentwicklung nationaler und internationaler Sicherheitsstandards für Drohnen manifestieren.

Am Mittwoch gab das Bazl in einer Medienmitteilung bekannt, dass diese Absichtserklärung abgeschlossen wurde. Mit der Absicht, die sichere Integration der Drohne in den Luftraum zu erleichtern, werde nun ein dichter Austausch an Ideen, Mitarbeitern und Informationen zwischen den Ländern stattfinden. Die Zivilluftfahrtbehörden der Schweiz und der USA haben vor, gemeinsame Projekte und Initiativen zu lancieren, welche hinsichtlich des Betriebes von Drohnen von beidseitigem Interesse seien.

Trotz Unterschieden verstärkte Zusammenarbeit
Dabei sehe das Bazl ein, dass die Länder durchaus auch „erhebliche Unterschiede“ zueinander aufweisen. Dennoch sei diese Zusammenarbeit ein enormer Vorteil, da die Zivilluftfahrtbehörden vor ähnlichen Herausforderungen stünden.

Das Bazl schreibt dazu: „Beide Nationen verfügen über höchst innovative Branchen, welche den Luftraum für neuartige Flugbetriebsarten nutzen wollen. Der Austausch über die Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Ansätzen stellt für beide Seiten einen Gewinn dar.“

Ziel: Fernidentifizierung
Zudem zeigt sich das Bazl zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit wertvolle Fortschritte ergeben wird: So wird auch die Fernidentifizierung erwähnt – die „Fähigkeit von Drohnen, im Flug Informationen auszusenden, welche ihre Identifizierung durch Dritte ermöglichen.“ Diese Funktion könnte nicht nur zu einem sicheren Betrieb von Drohnen, sondern auch zu deren Wirksamkeit in der Luftraumüberwachung führen. Auch könnte dies eine bessere Aufsicht und die Durchsetzung geltender Rechtsbestimmungen bewirken.

sputniknews


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