Umwelthilfe klagt gegen Weiterbau von Nord Stream 2

  13 April 2021    Gelesen: 229
Umwelthilfe klagt gegen Weiterbau von Nord Stream 2

Der Deutsche Umwelthilfe hat am heutigen Dienstag Klage gegen den Weiterbau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 eingereicht. Laut dem Umweltverband würden Klima- und Umweltargumente bei dem Bau der Pipeline ignoriert werden.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat nach eigenen Angaben am Dienstag eine Klage gegen den Weiterbau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 beim Hamburger Verwaltungsgericht eingereicht. Die Klage richtet sich gegen die Genehmigung der Bauarbeiten durch das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), wie die DUH mitteilte. Demnach würden Klima- und Umweltargumente bei dem Bau der Pipeline ignoriert. Auswirkungen auf den Klimaschutz sowie die Wirkung von Methan-Emissionen seien gar nicht erst geprüft worden.

Das BSH hatte zuvor die Widersprüche der DUH und des Naturschutzbundes Deutschland gegen eine Baugenehmigung von Mitte Januar zurückgewiesen. Die Behörde hatte Nord Stream 2 damals den sofortigen Weiterbau in deutschen Gewässern erlaubt. Durch die Widersprüche war die Genehmigung zwischenzeitlich außer Kraft gesetzt worden. Eine Klage vor Gericht würde die Genehmigung nun erneut außer Kraft setzen. Ohne die Genehmigung könnte Nord Stream 2 erst ab Ende Mai in deutschen Gewässern verlegen. Derzeit wird in dänischen Gewässern verlegt.

Nord Stream 2 soll künftig 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr von Russland nach Deutschland befördern. Nach Angaben der Projektgesellschaft von Anfang April sind bereits 95 Prozent der Pipeline verlegt worden.

snanews


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