Die US-Administration unter Führung von Donald Trump verhängt Zölle gegen 185 Handelspartner, verteilt über die ganze Welt. Darunter auch etliche Verbündete der USA. Doch ein großer Staat fehlt auf der von der Regierung veröffentlichten Liste: Russland.
Gegen Russland seien keine zusätzlichen Zölle verhängt worden, da die bereits bestehenden Sanktionen "einen sinnvollen Handel ausschließen", sagte die Trump-Sprecherin Karoline Leavitt dem Nachrichtenportal Axios. Allerdings werden auch Staaten sanktioniert, mit denen die USA deutlich weniger Handel betreiben als mit dem Reich von Wladimir Putin. So finden sich beispielsweise ozeanische Staaten, wie Kiribati oder Tuvalu, auf der Liste für reziproke Zölle - jeweils mit dem von Trump festgelegten Minimum von zehn Prozent.
Vor Beginn des russischen Angriffskriegs hatten die USA dem Bericht zufolge ein Handelsvolumen von rund 35 Milliarden Dollar. Dieses schrumpfte in den drei Jahren des Krieges aufgrund von Sanktionen zusammen. Allerdings wurden zwischen den beiden Staaten im vergangenen Jahr immer noch Güter im Wert von 3,5 Milliarden Dollar gehandelt. Während Russland von den neuen Maßnahmen verschont bleibt, werden gegen die Ukraine auch Zölle in Höhe von zehn Prozent festgelegt.
Trump-Sprecherin Leavitt wies zudem darauf hin, dass auch weitere Staaten - aufgrund bereits bestehender Zölle sowie Sanktionen - nicht auf der Liste gelandet seien. Dazu zählen Kuba, Belarus und auch Nordkorea.
Moskau forderte Trump im Rahmen der jüngsten Verhandlungen über einen Waffenstillstand wiederholt auf, einige Sanktionen aufzuheben. Dem sind die USA bisher nicht nachgekommen. Stattdessen erklärte Trump Anfang der Woche bei NBC, dass er "angepisst sei" angesichts einiger Kommentare Putins über die Ukraine. Der US-Präsident drohte gleichzeitig auch mit weiteren Maßnahmen gegen die Öl-Exporte Russlands. Auch seine Sprecherin unterstrich dies nun erneut: Russland könnten "zusätzliche harte Sanktionen" treffen, so Leavitt.
Quelle: ntv.de, lme
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