Die Sammelstelle für die Erforschung und den Schutz von Meereslebewesen (Cepesma) bestätigt, dass es sich tatsächlich um einen Riesenkalmar handelte, konkret um ein junges weibliches Tier. Es sei schwer verletzt gewesen, habe aber noch ein intaktes Auge gehabt.
Der Kalmar habe seine Farbe in ein leuchtendes Rot geändert, als er auf den Fotografen aufmerksam geworden sei, hieß es. Vermutlich sei das Tier zuvor von einem ähnlich großen Artgenossen angegriffen und dabei verwundet worden, sagte Cepesma-Chef Luis Laria und sprach von einem "Kampf der Titanen". Der Riesenkalmar sei kurz darauf gestorben und werde nun von Wissenschaftlern genauer untersucht.
Überraschung bei Erbgut-Analysen
Riesenkalmare sind bisher nur sehr selten lebend gefilmt worden. Vor zwei Jahren hatten Fischer in der japanischen Präfektur Toyama ein Exemplar aus einem Hafenbecken holen und filmen können. Es soll mit Tentakeln eine Länge von fast sechs Metern gehabt haben. Im vergangenen Jahr hatten auch russische Forscher Filmmaterial von der Sichtung eines Riesenkalmars veröffentlicht. Es soll bereits 2007 am Übergang vom Südpolarmeer zum Indischen Ozean entstanden sein.
Die Tiere leben normalerweise in der Tiefsee und verfügen über acht Arme und zwei lange Tentakel sowie riesige Augen. Um sie ranken sich viele Seemannslegenden, oft werden sie als vielarmige Meeresungeheuer bezeichnet.
Im Jahr 1857 hatte der dänische Naturforscher Japetus Steenstrup die Art Architeuthis dux erstmals beschrieben, doch bis heute sind gesicherte Informationen rar. Wissenschaftler nehmen an, dass die Riesenkalmare Fische, Tintenfische sowie kleinere Artgenossen jagen. Bekannt ist auch, dass sie von Pottwalen gefressen werden.
DNA-Analysen mehrerer Tiere hatten gezeigt, dass das Erbgut bei allen untersuchten Riesenkalmaren frappierend ähnlich war. Und das, obwohl die Tiere aus verschiedenen Teilen der Welt kamen, unter anderem aus den Meeren vor Japan, Neuseeland, Spanien und dem US-Bundesstaat Florida.
Quelle : spiegel.de
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