Deutsche Staatsschulden sinken deutlich

  21 September 2017    Gelesen: 555
Deutsche Staatsschulden sinken deutlich

Steigende Steuereinnahmen und niedrige Zinsen lassen die deutschen Staatsschulden schrumpfen. Vor allem der Bund kann seine Rückstände verringern. Aber auch die Länder erleichtern sich - mit ein paar Ausnahmen.

Die Schulden des deutschen Staates sind zur Jahresmitte dank wachsender Steuereinnahmen und niedriger Zinkosten unter die Marke von zwei Billionen Euro gesunken. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen Ende Juni zusammen mit 1,9778 Billionen Euro in der Kreide, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das sind 2,9 Prozent oder 59,8 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor. "Dabei konnten alle Ebenen ihre Verschuldung verringern", erklärten die Statistiker.

Besonders der Bund konnte demnach seine Verschuldung reduzieren, der Schuldenstand habe sich um 42,3 Milliarden Euro oder 3,3 Prozent verringert. Die Bundesländer verringerten ihre Verschuldung um 14,8 Milliarden Euro oder 2,4 Prozent.

Während besonders Sachsen (minus 23,3 Prozent), Bayern (minus 11,6 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (minus 9,6 Prozent) und Hessen (minus 8,6 Prozent) hohe prozentuale Rückgänge verzeichneten, stiegen in Hamburg (plus 7,3 Prozent) und Schleswig-Holstein (plus 4,6 Prozent) die Schulden an. Im Norden war dies vor allem durch die Krise der HSH Nordbank verursacht.

In den Gemeinden und Gemeindeverbänden verringerte sich der Schuldenstand derweil um 2,6 Milliarden Euro oder 1,8 Prozent. Vor allem in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen machten die Kommunen große Fortschritte beim Schuldenabbau, in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg gab es dagegen Zuwächse.

Quelle: n-tv.de

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