Türkei - Nationaler Sicherheitsberater rudert zurück

  16 Dezember 2017    Gelesen: 499
Türkei - Nationaler Sicherheitsberater rudert zurück
Der US-amerikanische Nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster, der am Montag die Türkei und Katar als problematische Länder im Kampf gegen extremistische Ideologien nannte, rudert zurück. McMaster erklärte nun, dass die Türkei im Kampf gegen Terrorismus und Landessicherheit hervorragendes leiste und von den USA dabei nachwievor unterstützt werde.
Washington / TP - Der US-amerikanische Nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster, der am vergangenem Montag neben Nordkorea auch die Türkei und Katar als problematische Länder darstelllte, die extremistische Ideologien unterstützen oder zumindest tolerieren würden, hat am Freitag nach Protest aus dem türkischen Außenministerium seine Aussagen korrigiert. Die Türkei sei ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen Terrorismus, desse Bemühungen man schätze und unterstützen werde, so McMaster.

Am Montag hatte der ehemalige General McMaster während eines Treffens mit seinem britischen Amtskollegen die Türkei und Katar als zwei wichtige Verbündete bezeichnet, die jedoch im Hinblick auf die US-Außenpolitik problematischer werden. Die zwei Verbündeten würden u.a. die Muslimbruderschaft unterstützen, weshalb auch die Beziehungen der Türkei zum Westen in den letzten Jahren daran gelitten hätten, so der Nationale Sicherheitsberater der Trump-Regierung.

McMaster warnte dabei vor dem politischen Islam, ebenso vor der Muslimbruderschaft und deren extremistischen Ideologie, die durch Nichtregierungsorganisationen am Leben erhalten werde. Diese NGO´s würden von der Türkei und Katar finanziert werden, betonte McMaster und die US-Regierung sei entschlossen, diesen extremistischen Ideologien den Kampf anzusagen.

Katar wurde seit geraumer Zeit von den USA vorgeworfen, hochrangige Funktionäre der Muslimbruderschaft im Land ein Exil zu bieten, die nach der Machtübernahme in Ägypten das Land verlassen hätten. Katar wies die Vorwürfe stets zurück. Am 5. Juni kam es aufgrund des Drucks zu einer diplomatischen Krise zwischen Katar und Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Bahrain. Darin forderten die Golfstaaten Katar auf, ihre Unterstützung von "Terroristen" zu unterlassen. Die Türkei versuchte dabei die Vermittlerrolle einzunehmen und die Wogen zu glätten.

Nach einer schriftlichen Note des türkischen Außenministeriums auf die Erklärung vom Nationalen Sicherheitsberater McMaster vom Montag, in der die türkische Regierung die Vorwürfe scharf zurückwies und betonte, dass die Türkei solche Vorwürfe nicht einfach im Raum stehen lassen werde, ruderte McMaster am Freitag zurück. In einem Interview gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi stellte McMaster klar, dass die US-Regierung den Kampf der Türkei gegen Terrororganisationen wie die DAESH (Terrormiliz IS) würdigen und unterstützen würden und dass die Türkei das Recht habe, ihre Landessicherheit ernst zu nehmen.

McMaster betonte dabei, dass die US-Regierung die Türkei in ihren Bemühungen zur Bekämpfung des weltweiten Terrorismus sehr schätze und sie dabei unterstützen werde. Die USA werde sich im Kampf gegen die Terrororganisation PKK an der Seite der Türkei halten, so wie sie es schon seit Jahrzehnten beibehalte. Man sei, so McMaster weiter, "der strategischen Partnerschaft mit der Türkei verpflichtet, um Stabilität in die Region zu bringen und den Terrorismus in all seinen Formen zu bekämpfen".

Zu den zuvor geäusserten Worten sagte McMaster: "Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Vereinigten Staaten und die Türkei gemeinsam mehr tun könnten, um die Finanzierung derjenigen zu unterbinden, die Hass und Gewalt auf der Grundlage irregeleiteten religiösen Ideologie schüren."

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