Der passende Autokredit

  22 April 2018    Gelesen: 573
Der passende Autokredit

Bar zahlen, leasen oder finanzieren? Diese Frage stellt sich fast jedem, der ein neues Auto braucht. So finden Sie die ideale Lösung für sich und Ihren Geldbeutel.

 

Das Auto als Statussymbol ist ein wenig aus der Mode gekommen. Dennoch ist den Deutschen ihr fahrbarer Untersatz noch immer lieb und teuer. Laut Aral-Studie "Trends beim Autokauf 2017" wollen sich 41 Prozent der Befragten in den kommenden 18 Monaten ein anderes Fahrzeug zulegen.


Bar bezahlen werden den neuen Wagen nur gut die Hälfte der Kunden. Fast ein Drittel - 31 Prozent - liebäugeln mit einer Finanzierung, neun Prozent mit einem Leasingvertrag.

Diese Verteilung kommt nicht von ungefähr. Denn während Unternehmen oft von erheblichen Steuervorteilen beim Leasing profitieren, stellt diese Art der "Quasi-Miete" Privatkunden oft vor Probleme – sei es, weil die Rückgabe des Wagens schwieriger ist, als erwartet, oder, weil sich die Gesellschaft bei finanziellen Engpässen nicht besonders flexibel zeigt. Anders ausgedrückt: Wer sein geleastes Auto vor Ende der Vertragslaufzeit zurückgeben will, hat normalerweise Pech gehabt.

Flexible Lösungen

Deutlich einfacher zu handhaben ist da der klassische Ratenkredit. Wer beispielsweise ein Auto für 30.000 Euro kaufen will und den Preis über 72 Monate finanziert, zahlt monatlich etwa 455 Euro. In 36 Monaten hätte er noch eine Restschuld von 15.600 Euro, nach weiteren drei Jahren wäre das Auto bezahlt – und zwar ohne Einbußen bei der Flexibilität. Kunden, die sich während der Kreditzeit vorzeitig von dem Fahrzeug trennen wollen, können es jederzeit verkaufen und mit dem Erlös den Kredit (ganz oder teilweise) ablösen.

Eine Möglichkeit, die Vorzüge von Leasing und klassischem Kredit zu vereinen, ist die sogenannte Drei-Wege-Finanzierung. Sie ist eine Mischung aus Automiete (Leasing) und Kredit. Man zahlt eine etwas höhere Rate als beim Leasing, dafür wird der Kreditbetrag im Laufe der Monate schon etwas reduziert. Rechtssicherheit schaffen Vereinbarungen darüber, wie hoch der Restwert am Vertragsende ist – abhängig von den noch gefahrenen Kilometern und dem Fahrzeugtyp. Im obigen Beispiel müsste der Kunde für das 30.000 Euro-Auto etwa 470 Euro pro Monat aufbringen. Zum Vergleich: Ein Leasing für den besagten Wagen würde monatlich 380 Euro kosten.

Gegen Ende der Laufzeit kann der Drei-Wege-Finanzierer dann entscheiden: Will er das Auto zum angegebenen Restwert (hier 16.000 Euro) erwerben? Will er weiter finanzieren? Oder möchte er den Wagen doch lieber zurückgeben und den Vertrag auflösen?

Aufwändige Berechnung

Weil die genannten Finanzierungsmöglichkeiten sehr schwer vergleichbar sind, hat die FMH-Finanzberatung dafür einen speziellen Vergleichsrechner entwickelt. Wer ihn mit detaillierten Angaben etwa zu Anzahlungen, Raten, Kaufpreis und Restwert bei allen drei Varianten füttert, dem wird am Ende der Berechnung die mathematisch vorteilhafteste Finanzierungsform empfohlen.

Wichtig sind allerdings nicht nur die schieren Zahlen, sondern auch die allgemeinen Vertragsmodalitäten. Beispiel: Ratenkredit. Kunden sollten hier keine unnötige (aber oft heftig beworbene) Restschuldversicherung abschließen. Lohnen kann es sich zudem, eine Bank zu wählen, die bei einer vorzeitigen Ablösung des Darlehens auf eine Vorfälligkeitsentschädigung verzichtet. Laut Gesetz dürfen Ratenkreditgeber in diesem Fall maximal ein Prozent des vorzeitig getilgten Betrages verlangen. Bei 5.000 Euro wären das 50 Euro Vorfälligkeitsentgelt. Noch besser ist es aber, wenn eine Bank laut Vertrag darauf verzichtet.

Quelle: n-tv.de ,


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