Trump-Berater streiten vor Oval Office

  19 Oktober 2018    Gelesen: 715
Trump-Berater streiten vor Oval Office

Hochkochende Emotionen, lautstarke Wortwechsel - und das ganze vor dem Büro des US-Präsidenten: Davon berichten Insider. Trumps Stabschef Kelly gerät mit Sicherheitsberater Bolton aneinander.

Zwei der engsten Berater von US-Präsident Donald Trump sind im Weißen Haus offenbar heftig aneinandergeraten. Vor dem Büro des Präsidenten, dem Oval Office, hätten sich Stabschef John Kelly und der Nationale Sicherheitsberater John Bolton ein hitziges Wortgefecht geliefert, sagten zwei mit dem Vorfall vertraute Personen.

Die Emotionen seien hochgekocht. Streitpunkt sei die Frage gewesen, wie die illegale Einwanderung angegangen werden sollte. Dabei sei es auch um Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen gegangen. Ein Informant sprach von einem "angespannten Austausch", der sich wieder gelegt habe. Ein anderer Insider sagte, es habe sich um "keine große Sache" gehandelt. Von Journalisten auf den Vorfall angesprochen, sagte Trump: "Davon habe ich nichts gehört."

"Nicht aufeinander wütend"

Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders sagte, die Regierung sei zwar mit Leidenschaft dabei, das Problem der illegalen Einwanderung zu lösen. "Aber wir sind nicht aufeinander wütend." Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2017 gab es wiederholt Machtkämpfe und Konflikte in der Regierung, die diverse Rücktritte nach sich zogen.

Nach Angaben eines ranghohen Präsidialamtsmitarbeiters führten Bolton und Nielsen nach dem Vorfall eine nette Unterhaltung in Boltons Büro. Die "New York Times" hatte vor einiger Zeit berichtet, Nielsen sei kurz davor gewesen zurückzutreten, nachdem Trump ihr bei einer Kabinettssitzung vorgeworfen habe, die US-Grenzen nicht zu schützen. Nielsen war eine enge Mitarbeiterin Kellys, als dieser noch Heimatschutzminister war.

Trump hatte Mexiko mit der Schließung der Grenze durch das Militär gedroht, sollte das südliche Nachbarland den Strom von Migranten aus Guatemala, Honduras und El Salvador in die Vereinigten Staaten nicht stoppen.

Quelle: n-tv.de


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