Oberstes Gericht stuft Homophobie als Verbrechen ein

  14 Juni 2019    Gelesen: 435
Oberstes Gericht stuft Homophobie als Verbrechen ein

In Brasilien wird nach einem Beschluss des Obersten Gerichts Homophobie künftig genauso geahndet wie Rassismus.

Eine Mehrheit der Richter sprach sich dafür aus, Anfeindungen gegenüber Homo- und Transsexuellen künftig als Straftat zu werten. In Brasilien hatten Angriffe und Gewalttaten mit homophobem Hintergrund in den vergangenen Jahren zugenommen. Auch Staatspräsident Bolsonaro äußert sich immer wieder schwulenfeindlich.

Weil das Parlament bisher kein Gesetz verabschiedet hat, schaltete sich nun das Gericht ein. Drei der insgesamt elf Richter stimmten gegen den Beschluss. Sie waren der Auffassung, dass die Justiz dazu kein Recht hat.

 

Deutschlandfunk


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