Revolutionsgarden warnen USA

  10 Juli 2019    Gelesen: 664
  Revolutionsgarden warnen USA

Das verbale Säbelrasseln zwischen den USA und dem Iran nimmt kein Ende: Den Revolutionsgarden zufolge sind amerikanische Militärstützpunkte für iranische Raketen erreichbar. Die USA verhängen indes Sanktionen gegen Hisbollah-Abgeordnete.

Ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden hat die USA offenbar gewarnt, dass ihre Militärstützpunkte in der Region und ihre Flugzeugträger im Golf in der Reichweite iranischer Raketen lägen. "Unsere Raketen werden ihre Flugzeugträger zerstören, wenn sie einen Fehler machen", sagte Hossein Nedschat der Agentur Tasnim zufolge. "Den Amerikanern ist sehr wohl bewusst, welche Konsequenzen eine militärische Konfrontation mit dem Iran hätte."

Der Konflikt zwischen den beiden Ländern war in den vergangenen Wochen eskaliert, nachdem die USA die Sanktionsschraube stark angezogen hatten. Der Iran überschritt im Gegenzug bei der Anreicherung von Uran die nach dem Atomabkommen zulässigen Grenzen.

USA verhängen Sanktionen gegen Hisbollah-Abgeordnete
Die USA verhängten indes erstmals Sanktionen gegen zwei Abgeordnete der vom Iran unterstützen Hisbollah-Miliz im libanesischen Parlament. Die Abgeordneten Amin Scherri und Mohammed Hasan Raad wurden nach Angaben des US-Finanzministeriums auf eine schwarze Liste gesetzt. Die Hisbollah instrumentalisiere ihre Abgeordneten im libanesischen Parlament, um die Institutionen des Landes in ihrem Sinne zu "manipulieren" und den Iran zu "stützen", hieß es zur Begründung.

Zudem wurde den Angaben zufolge der hochrangige Sicherheitsvertreter der Hisbollah, Wafik Safa, auf die schwarze Liste gesetzt. Die Hisbollah übte scharfe Kritik an dem Schritt der USA. Der Abgeordnete Ali Fayyad sprach im libanesischen Fernsehen von einer "Demütigung" für das Volk.

Die Hisbollah wird von den USA als "Terrororganisation" eingestuft. Die schiitische Miliz wurde 1982 von den iranischen Revolutionsgarden für den Kampf gegen die israelischen Besatzer im Südlibanon aufgebaut. Heute gilt die Miliz als die stärkste politische und militärische Kraft im Libanon, wo sie mit mehreren Ministern an der Regierung beteiligt ist. Seit 2012 kämpfen ihre Truppen im syrischen Bürgerkrieg auf Seiten von Machthaber Baschar al-Assad.

n-tv


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