Flughafen in Tripolis wegen Raketenbeschuss geschlossen

  19 Juli 2019    Gelesen: 705
Flughafen in Tripolis wegen Raketenbeschuss geschlossen

Der internationale Flughafen Mitiga der libyschen Hauptstadt Tripolis wurde laut Angaben der Flughafenverwaltung am Donnerstag aufgrund eines Raketenangriffs vorübergehend geschlossen. Diese Meldung wurde auf der Facebook-Seite des Flughafens veröffentlicht.

Der einzige Flughafen von Tripolis, der noch in Betrieb ist, hatte bereits zuvor wegen Raketenangriffen wiederholt seinen Luftraum gesperrt.

Am Donnerstag wurde ebenfalls gemeldet, dass die Luftwaffe der Libyschen Nationalarmee (LNA) eigenen Angaben zufolge ein Flugzeug beschossen hatte, das sich am Boden auf einer Militärbasis in der Nähe von Mitiga befand.

Der Luftraum des internationalen Flughafens wurde mittlerweile wieder geöffnet, teilten die Behörden via Facebook mit.

Vergangene Woche hat die LNA laut dem Kommandeur der 73. Grenadierbrigade, General Salih Buhalika, einen neuen Vorstoß in Richtung Tripolis begonnen.

Konflikt in Libyen

Nach dem Sturz und der Ermordung des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 hörte Libyen praktisch auf, als einheitlicher Staat zu existieren.

Heute herrscht im Lande Biarchie. Im Osten hält das vom Volk gewählte Parlament unter der Leitung von Agila Saleh seine Sitzungen ab; im Westen, in der Hauptstadt Tripolis, regiert die mit Unterstützung der Uno und der Europäischen Union gebildete Regierung der nationalen Einheit mit Fayiz as-Sarradsch an der Spitze. Die Behörden des Ostteils des Landes agieren unabhängig von Tripolis und kooperieren mit der Libyschen Nationalarmee.

Der Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalarmee, Khalifa Haftar, hatte am 4. April seinen Kräften befohlen, eine Offensive gegen die Hauptstadt zur „Befreiung von den Terroristen“ zu starten. Die gegenüber der Regierung in Tripolis loyal eingestellten bewaffneten Einheiten kündigten den Start der Gegenoperation „Vulkan des Zorns“ an. Zurzeit werden im Gebiet der libyschen Hauptstadt weiter Stellungskämpfe geführt. Nach WHO-Angaben sind bei den Gefechten mehr als 450 Menschen gefallen, mehr als 2100 Menschen erlitten Verletzungen.

sputniknews


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