Pompeo „enttäuscht“ – wegen S-400-Kauf durch die Türkei

  21 Juli 2019    Gelesen: 390
  Pompeo „enttäuscht“ – wegen S-400-Kauf durch die Türkei

Der US-Außenminister Mike Pompeo hat in einem Telefongespräch mit seinem türkischen Kollegen, Mevlüt Çavuşoğlu, am Samstag seine „Enttäuschung zum Ausdruck gebracht“ – im Zusammenhang mit der Anschaffung russischer Flugabwehrraketen S-400 durch Ankara, heißt es in der Mitteilung des US-Außenministeriums.

„Der US-Außenminister äußerte eine tiefe Enttäuschung im Zusammenhang damit, dass die Türkei russische Flugabwehrraketenkomplexe S-400 gekauft hat“, zitiert die Nachrichtenagentur RIA Novosti die schriftliche Erklärung der offiziellen Sprecherin des US-Außenministeriums, Morgan Ortagus.

Situation um S-400 und F-35
Zuvor, am Samstag, war berichtet worden, dass Pompeo und Çavuşoğlu bei einem Telefongespräch die Situation um russische Flugabwehrraketenkomplexe S-400 sowie US-Kampfflugzeuge F-35 besprochen hätten.

Die Lieferungen der S-400 an die Türkei begannen am 12. Juli und werden vermutlich bis April 2020 dauern. Erdogan nannte den Deal mit Russland die wichtigste Vereinbarung in der modernen Geschichte des Landes und brachte die Hoffnung auf eine gemeinsame Produktion von Abwehrsystemen zum Ausdruck.

Am 16. Juli erklärte der US-Präsident Donald Trump, dass er der Türkei keine Kampfflugzeuge F-35 verkaufen werde, da das Land sich bereit erklärt hätte, russische S-400 zu kaufen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete den Verzicht der USA auf die Lieferungen der F-35-Kampfjets an sein Land als einen Diebstahl. Die Türkei habe immerhin bereits 1,4 Milliarden Dollar für die Kampfjets bezahlt, und vier Flugzeuge seien schon geliefert worden.

Liefervertrag 
Moskau und Ankara hatten im Jahr 2017 einen Liefervertrag zu Flugabwehrraketenkomplexen S-400 abgeschlossen, wonach die USA gegen den Deal auftraten und Ankara wegen der Anschaffung der russischen Waffen mit Sanktionen drohten.

sputniknews


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