Russische Militärs rücken in ehemalige „Hauptstadt“ des IS ein

  09 Dezember 2019    Gelesen: 835
Russische Militärs rücken in ehemalige „Hauptstadt“ des IS ein

Russische Militärs sind erstmals in die syrische Stadt Rakka (auch ar-Raqqa) eingerückt, die mehrere Jahre lang die „Hauptstadt“ der Terrormiliz IS* („Islamischer Staat“; auch Daesh) war, um dort humanitäre Hilfe zu übergeben.

Die Militärs stellten Einwohnern von Rakka 2000 Lebensmittelbestecke zur Verfügung. Auch trafen Mediziner in der Stadt ein, die bereit sind, alle Notleidenden zu behandeln.

Aktuelle Lage in Rakka

Der Offizier des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien, Wladimir Warnawski, hat mitgeteilt, dass die Infrastruktur von Rakka bei dem von der US-angeführten Koalition durchgeführten Einsatz zur Befreiung der Stadt vollständig vernichtet worden sei.

„Opfer der nichtselektiven Luft- und Artillerieangriffe sind Tausende Zivilisten geworden; in der Stadt sind bislang Enttrümmerungsarbeiten sowie die Minenräumung in der Gegend nicht abgeschlossen worden; es wird ein Mangel an Wasser, Arznei und Lebensmitteln beobachtet“, sagte Warnawski.

Hintergrund

2014 wurde Rakka von IS-Terroristen erobert und zu ihrer de-facto-Hauptstadt erklärt.

Im Oktober 2017 wurde die Stadt nach einem monatelangen Militäreinsatz von den kurdisch geprägten SDF-Einheiten mit Unterstützung der US-geführten Koalition eingenommen.

Im Zuge massiver US-Luftangriffe und der Offensive wurde die Stadt fast komplett zerstört; bislang wurde sie noch nicht wieder aufgebaut.

Das syrische Außenministerium bezeichnete das Vorgehen der Koalition in Rakka als Völkermord.

*Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten 

ak/ae/sna


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