Borej-Klasse: Russische Atom-U-Boote bekommen Banja aus Espenholz – Hersteller

  30 Dezember 2019    Gelesen: 584
  Borej-Klasse:   Russische Atom-U-Boote bekommen Banja aus Espenholz – Hersteller

Russische Marinesoldaten, die auf den U-Booten des Projekt 955A „Borej-A“ ihren Dienst verrichten werden, können künftig direkt an Bord eine aus Espenholz hergestellte Banja (russische Sauna) besuchen. Dies hat Witali Bukowski, der Vertreter der „Sewmasch“-Werft in Sewerodwinsk, gegenüber russischen Medien gesagt.

„Die Banja für den Raketenkreuzer ist für drei bis vier Personen ausgelegt. Sie ist aus Espenholz hergestellt worden. Unter den Belastungen, denen der Rumpf des U-Bootes ausgesetzt ist, bricht eine Nadelholzverkleidung schnell zusammen, das Espenholz kann dagegen hohen Belastungen standhalten“, sagte Bukowski, der Chef der Möbelwerkstatt der „Sewmasch“-Werft, die ein Teil der größten russischen Schiffbauunternehmens OSK ist.

„Borej“-Klasse
Die Atom-U-Boote des Projekts „Borej“ sind mit den ballistischen Raketen „Bulawa“ (russisch für Keule) ausgerüstet und stellen einen Bestandteil der „Nuklearen Triade“ Russlands dar.    

Der Begriff „Nukleare Triade“ steht für die drei Möglichkeiten, Atomwaffen ins Ziel zu bringen: durch landgestützte ballistische Raketen, durch ballistische Raketen aus U-Booten sowie durch Flugzeuge, die nukleare Schwerkraftbomben oder Marschflugkörper tragen.

Zurzeit stehen drei strategische Atom-U-Boote des Projekts „Borej“ im Dienst der russischen Seekriegsflotte: „Juri Dolgoruki“, „Alexander Newski“ und „Wladimir Monomach“. Die anderen fünf - „Knjas Wladimir“, „Knjas Oleg“, „Generalissimus Suworow“, „Imperator Alexander III.“ und „Knjas Poscharski“ - werden nach dem Projekt 955A „Borej-A“ erbaut.

Dabei hat die „Knjas Wladimir“ das staatliche Testprogramm erfolgreich abgeschlossen.

Jedes U-Boot der „Borej“-Klasse besteht aus 1,3 Millionen Bauteilen und Mechanismen; das Gesamtgewicht der Metallteile beträgt 17.000 Tonnen - das ist das 1,5-fache des Gewichts des Eiffelturms. Die Länge aller Rohrleitungen und Kabel des 170 Meter langen Schiffs betrage jeweils 109 und 600 Kilometer, hieß es bei der „Sewmasch“-Werft.

„Floating Hilton“
Richtige Banjas sind erstmals auf den riesigen Atom-U-Booten der „Akula“  (russisch für Hai)-Klasse eingerichtet worden. Wegen des Komforts nannten die Marinesoldaten das U-Boot „Floating Hilton“ (Hilton Worldwide - früher Hilton Hotels - ist ein US-amerikanisches Unternehmen und eine der größten Hotelketten weltweit – Anm. d. Red.). Neben einer mit dem Eichenholz verkleideten Sauna gibt es an Bord auch ein Solarium, einen Fitnessraum, einen Pool und einen Raum für den Stressabbau mit Pflanzen und Tieren.

sputniknews


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