Berliner Verteidigungsministerium will bei Pegasus-Aufklärungssystem nicht mit USA zusammenarbeiten

  29 Januar 2020    Gelesen: 380
Berliner Verteidigungsministerium will bei Pegasus-Aufklärungssystem nicht mit USA zusammenarbeiten

Das deutsche Verteidigungsministerium korrigiert Planungen für die Anschaffung des Aufklärungssystems Pegasus für die Bundeswehr, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Deutschland werde bei der Anschaffung des Systems jetzt auf die geplante Zusammenarbeit mit den USA verzichten.

Bisher sei geplant gewesen, die Bauteile für drei Systeme des Milliardenprojekts in Triton-Drohnen der US-Navy zu integrieren. Das Ministerium zeigte sich überzeugt, der Truppe das System damit nun doch bis zum Jahr 2025, zeitgerecht zur Erfüllung einer Nato-Forderung, zur Verfügung zu stellen. Dies sei auch wirtschaftlicher. Aus Kostengründen solle das System nun in bemannte Geschäftsreiseflugzeuge eingebaut werden.

Die Abkürzung „Pegasus“ steht für Persistent German Airborne Surveillance System. Das System soll eine sogenannte Fähigkeitslücke schließen: signalerfassende, luftgestützte, weiträumige Überwachung und Aufklärung. „Das Schließen dieser Fähigkeitslücke ist somit erforderlich, da diese Fähigkeit auch unmittelbar dem Schutz eingesetzter Soldatinnen und Soldaten dient“, hieß es im Dezember 2018.

Zuvor stoppte die Bundeswehr wegen finanzieller und zeitlicher Gründe das milliardenschwere Projekt zum Kauf von Triton-Aufklärungsdrohnen des US-Konzerns Northrop Grumman. Alternativ will sie drei Bombardier des Typs „Global 6000“ erwerben und mit Militärsensoren ausstatten.

sputniknews


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