Deutsche Flughäfen fordern wegen Coronavirus Geld vom Staat

  31 März 2020    Gelesen: 692
Deutsche Flughäfen fordern wegen Coronavirus Geld vom Staat

Die Luftfahrt-Branche sieht wegen der Corona-Krise die Existenz vieler Fluggesellschaften gefährdet.

Der internationale Luftfahrt-Verband IATA schätzt, dass allen Gesellschaften zusammen im zweiten Quartal ein Nettoverlust von 39 Milliarden Dollar droht. Es fielen allein schon 35 Milliarden Dollar Rückzahlungen an Kunden für stornierte Flüge an. Das seien Zahlen, die in der Branche alles bisherige überträfen, sagte IATA-Generaldirektor de Juniac bei einer Telefonkonferenz.

Der Flughafenverband ADV fordert für die deutschen Standorte Geld vom Staat. Die drastischen Sparmaßnahmen der Flughäfen reichten nicht aus und das beschlossene Corona-Nothilfepaket der Bundesregierung lasse sie außen vor. Die KfW-Programme stünden nur Firmen zur Verfügung, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden. Hier müsse die Politik dringend nachjustieren, verlangte der Verband. Allein am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main sank die Passagierzahl in der vergangenen Woche um 90 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf knapp 119.000. In London wurde der Flughafen Gatwick wegen des Passagierrückgangs geschlossen.


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