Türkei-Reisewarnung könnte bald fallen

  06 Juli 2020    Gelesen: 493
Türkei-Reisewarnung könnte bald fallen

Viele Urlaubsländer sind offen, doch für die Türkei hält die Bundesregierung an ihrer Reisewarnung fest. Jetzt aber macht der Tourismus-Beauftragte der GroKo Hoffnung auf Urlaub in Antalya oder Izmir.

Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht gestiegene Chancen für eine Aufhebung der Corona-bedingten Reisewarnung für die Türkei. "Wenn die Lage gut ist - und letzte Woche war die Lage gut - können wir relativ schnell die Öffnungen vorbereiten", so Bareiß im "ntv Frühstart". "Insofern sind wir da mittendrin zu überlegen, was tun wir die nächsten Tage, um auch hier Reisen zu gewährleisten."

Voraussetzung sei neben niedrigen Infektionszahlen, dass das türkische Gesundheitssystem Virusausbrüche so bewältigen könne, dass Urlauber wieder gesund nach Hause kommen. Die Gespräche mit dem Außen- und dem Tourismusminister der Türkei seien gut gewesen. "Man merkt, da wird sicherlich auch viel gemacht, dass vor Ort gewährleistet ist, dass der Schutz da ist." Bareiß mahnte an, die Türkei nicht strenger zu beurteilen als andere Urlaubsländer: "Mit jedem Land müssen wir fair und gerecht umgehen."

Über eine Aufhebung der pauschalen Reisewarnung für einzelne der rund 160 weiteren Staaten außerhalb der EU äußerte sich der CDU-Politiker gegenüber ntv vorsichtig optimistisch. "Wenn ein Land sich entsprechend dadurch auszeichnet, dass die Infektionszahlen vor Ort recht niedrig sind und die Sicherheit für Reisende gewährleistet ist, dann kann man über ein Öffnen nachdenken. Aber das muss sehr, sehr vorsichtig passieren." Es müsse gewährleistet sein, dass die Infektionszahlen richtig sind.

Einzelne Regionen in den Urlaubsländern Spanien, Italien und Kroatien hatten zuletzt Ausbrüche erlebt und Corona-Maßnahmen regional wieder eingeführt. Bareiß hält das für richtig. "Dort, wo Infektionszahlen nach oben gehen, müssen wir auch reagieren. Das heißt, dass dann auch Urlauberregionen wieder geschlossen werden, dass Maßnahmen eingeleitet werden." Der Tourismus-Beauftragte betonte, er halte auch die Maskenpflicht für weiterhin wichtig - im In- und Ausland.

Quelle: ntv.de, psc


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